Ludwigshafen Sperrung des Hauptbahnhofs aufgehoben – Zugverkehr läuft wieder

Die Polizei hatte die Eingangshalle am Hauptbahnhof gesperrt.
Die Polizei hatte die Eingangshalle am Hauptbahnhof gesperrt.

[Aktualisiert 14.28 Uhr] Weil in der Haupthalle des Ludwigshafener Hauptbahnhofs ein herrenloser Koffer gefunden wurde, ist die Halle am Freitagvormittag gegen 10 Uhr gesperrt worden. Auch der Zugverkehr an den Gleisen 1 und 2 wurde vorübergehend eingestellt. Gegen 11.40 Uhr erfolgte dann zum Glück die Entwarnung seitens der Bundespolizei: Der Besitzer des Koffers sei an den Hauptbahnhof zurückgekehrt und habe sein Gepäckstück identifiziert. Er hatte den Koffer schlichtweg am Bahnhof vergessen und stehenlassen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn teilte auf Anfrage derweil mit, dass die Auswirkungen der vorübergehenden Gleissperrungen sich in Grenzen gehalten haben. Insgesamt fünf Züge seien rund eine halbe Stunde verspätet gewesen.

Auch in Mainz war die Bundespolizei am Morgen im Einsatz wegen eines herrenlosen Gepäckstücks. Dort wurde ein schwarzer Rucksack gemeldet, der auf einer Bank am Bahnsteig 5 im Hauptbahnhof abgestellt war. Weil die Suche nach dem Besitzer laut Polizei erfolglos blieb, wurde der Bahnsteig geräumt, der Gefahrenbereich abgesperrt und der Zugverkehr auf den betroffenen Gleisen eingestellt. Ein Sprengstoffspürhund untersuchte den Beamten zufolge anschließend das Gepäckstück, zeigte jedoch kein verdächtiges Verhalten. Daraufhin öffneten Einsatzkräfte den Rucksack, von dem laut Polizei keinerlei Gefahr ausging. Die Sicherheitsmaßnahmen am Hauptbahnhof Mainz konnten deshalb um 8.40 Uhr abgeschlossen werden. Eine knappe halbe Stunde später habe sich auch in Mainz der Eigentümer des herrenlosen Gepäckstücks bei der Bundespolizei gemeldet und erklärt, den Rucksack versehentlich vergessen zu haben. Die Auswirkungen dieses Missgeschicks waren im Gegensatz zu dem wenig später in Ludwigshafen vergessenen Koffer allerdings erheblich: „Durch den Vorfall erhielten 48 Züge eine Verspätung von insgesamt 955 Minuten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Sowohl im Ludwigshafener als auch im Mainzer Fall seien die beiden Besitzer der vergessenen Gepäckstücke belehrt und auf mögliche Regressforderungen hingewiesen worden. „Bitte achten Sie auf Ihr Reisegepäck!“, lautet deshalb die allgemeine Aufforderung an alle Bahnreisenden.

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