Ludwigshafen
Sparkasse investiert 50 Millionen Euro, schließt und fusioniert Filialen
Mit ihrer Millioneninvestition will die Sparkasse Vorderpfalz in ihrem Verbreitungsgebiet – Ludwigshafen, Speyer, Schifferstadt und Rhein-Pfalz-Kreis – „den sich wandelnden Kundenanforderungen“ Rechnung tragen. Gleichzeitig will das Kreditinstitut einige Standorte schließen und andere zusammenlegen. Dieser „Transformationsprozess“ beginne Ende 2023 und werde schrittweise bis 2027 umgesetzt, heißt es in einer Mitteilung. Auch nach Abschluss dieser Neuausrichtung werde die Sparkasse weiterhin stark in der Region präsent sein: mit 22 personenbesetzten Geschäftsstellen (vorher 25) und 13 SB-Standorten (21).
„Die Filiale ist und bleibt für uns wichtig. Wir werden deshalb weiter flächendeckend eine bedarfsgerechte Versorgung, hohe Servicequalität sowie individuelle Beratung gewährleisten. Zugleich werden wir digitale Angebote ausbauen und in Standorte investieren, an denen unsere Leistungen stark nachgefragt werden. Ein weiterer Faktor, der diese Anpassungen beeinflusst, ist der rückläufige Bargeldverkehr und die Sicherheit unserer SB-Standorte“, erläutert Vorstandsmitglied Oliver Kolb den Prozess.
In Ludwigshafen stehe eine umfassende Neugestaltung bevor. In der Kärntner Straße 45 (Gartenstadt) werde bis 2026 eine moderne Geschäftsstelle entstehen, die die Fusion der Filialen Ernst-Reuter-Siedlung, Maudach und Gartenstadt umfasse. Die Umbauphase soll 2024 beginnen. Die Edigheimer Filiale werde 2024 an einen neuen Standort verlegt und in einen SB-Standort umgewandelt, jener in der Pfingstweide werde nicht wieder eröffnet.
Auch Standort Rhein-Galerie betroffen
Die Eröffnung eines neuen SB-Standorts sei in Schifferstadt geplant. Dieser werde 2024 die Standorte Salierstraße und Kaufland zusammenführen. Mit Blick auf mögliche Automatensprengungen würden andere SB-Standorte aus Sicherheitsgründen geschlossen: etwa im Oggersheimer Globus oder im Fachmarktzentrum Rheingönheim (beide bereits gekündigt und derzeit außer Betrieb). Mit dem Auslaufen der Mietverträge würden weitere SB-Standorte aufgegeben: Klinikum (noch 2023), Rhein-Galerie (2025) und Fußgönheim (spätestens 2027).
Mit einer Bilanzsumme von 5,84 Milliarden Euro und rund 900 Mitarbeitern ist die Sparkasse Vorderpfalz eine der größten landesweit.