Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Sicherheit bei Straßenfasnacht: Diese Regeln gelten im Rhein-Pfalz-Kreis

Bei den Fasnachtsumzügen im Rhein-Pfalz-Kreis, wie hier in Altrip, wird großer Wert auf Sicherheit gelegt.
Bei den Fasnachtsumzügen im Rhein-Pfalz-Kreis, wie hier in Altrip, wird großer Wert auf Sicherheit gelegt.

Unter anderem in Schifferstadt, Mutterstadt und Birkenheide finden am Fasnachtswochenende Umzüge statt. Worauf die Ordnungsbehörden ganz besonders achten.

Am Fasnachtswochenende finden im Rhein-Pfalz-Kreis zahlreiche Fasnachtsumzüge statt. Die Sicherheitsvorkehrungen für Veranstaltungen dieser Art sind in den vergangenen Jahren deutlich strikter geworden. Was bedeutet das für die Umzüge in Schifferstadt, Mutterstadt und Birkenheide in dieser Kampagne?

Am Fasnachtssamstag startet der Umzug in Birkenheide, das sich bei der Ausrichtung jedes Jahr mit Maxdorf abwechselt. Wie die zuständige Ordnungsbehörde der VG Maxdorf mitteilt, werden die Zufahrten nach Birkenheide ab 13 Uhr gesperrt. Schon ab 9 Uhr gilt in der Lessingstraße, der Albertine-Scherer-Straße, der Maxdorfer Straße, der Mühlstraße und der Waldstraße wegen des Umzugs ein absolutes Halteverbot.

VG Maxdorf erlässt Allgemeinverfügung

Während der Straßenfasnacht wird eine innerörtliche Umleitung des Verkehrs über die Blumenstraße, die Maxdorfer Straße, die Weisenheimer Straße, die Mittelstraße sowie die Mühlstraße eingerichtet. Ab 18 Uhr soll diese planmäßig aufgehoben werden, auch die Gemeindezufahrten seien dann wieder frei.

Außerdem hat die Verbandsgemeinde für den Fasnachtsumzug eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese besagt, dass zwischen 11 und 24 Uhr der Konsum von hochprozentigem Alkohol verboten ist. Der Hintergrund: In der Vergangenheit ist es bei ähnlichen Veranstaltungen trotz des Einsatzes von Polizei, Kommunalen Vollzugsbeamten und Sicherheitsdiensten zu körperlichen Auseinandersetzungen und zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen, wie der zuständige Fachbereichsleiter der VG, René Breier, formuliert.

Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Frankenthal werden am Samstag ebenfalls mit verstärkten Kräften in Birkenheide sein. Wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt, „um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten und einen störungsfreien Ablauf der Veranstaltung sicherzustellen“. Vielerorts setzt die Polizei auf Videotechnik. Diese diene der Prävention von Straftaten, der frühzeitigen Erkennung von Gefahrenlagen sowie der Lenkung polizeilicher Einsatzkräfte bei hohem Besucheraufkommen, schreibt die Polizei weiter.

Wer gegen die geltenden Regeln verstößt, muss unter Umständen mit einem Platzverweis rechnen. In hartnäckigen Fällen können gewaltbereite Personen und Randalierer laut Polizei in Gewahrsam genommen werden. Zudem werde der An- und Abreiseverkehr mit Blick auf Alkohol am Steuer genau kontrolliert.

In Schifferstadt greift Gefahrenabwehrverordnung

Am Fasnachtssonntag geht die Feierei mit der Straßenfasnacht in Schifferstadt weiter. Auch hier, das teilt die Stadtverwaltung unter anderem auf ihrer Internetseite mit, werden einige Straßen im Innenstadtbereich gesperrt – und zwar insgesamt von 7 bis circa 22 Uhr. Betroffen sind die Kleine Kapellenstraße, die Raiffeisenstraße, ein Teilstück der Bahnhofstraße zwischen Jakobsgasse und Waldseer Straße sowie ein Teilstück der Ludwigstraße zwischen Schillerplatz und Bäckergasse.

Für die Dauer der Sperrungen wird die Einbahnstraßenregelung in der Ludwigstraße und in der Speyerer Straße zwischen Kreuzgasse und Zwerchgasse aufgehoben. Die Einfahrt in die Große Kapellenstraße aus Richtung Süden ist nicht möglich. Der Parkplatz Adlerhof und der Parkplatz an der Ampel in der Bahnhofstraße sind gesperrt und stehen laut Stadtverwaltung erst ab circa 21 Uhr wieder zur Verfügung.

Wie in den vergangenen Jahren hat der Stadtrat auch diesmal eine Gefahrenabwehrverordnung erlassen, die die Sicherheit rund um die Straßenfasnacht erhöhen soll. Darin ist geregelt, dass zwischen 9 Uhr am Sonntag und 5 Uhr am Rosenmontag kein hochprozentiger Alkohol konsumiert werden darf – ähnlich der Allgemeinverfügung in Birkenheide. Darüber hinaus sind Waffen aller Art sowie echt aussehende Waffen oder Messer verboten. Laut Stadtverwaltung werden verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Gefahrenabwehrverordnung durch den städtischen Vollzugsdienst sowie einen Sicherheitsdienst an den Eingängen zur Faschingsmeile sowie im Stadtgebiet durchgeführt.

Betonblöcke sichern Mutterstadter Umzugsstrecke

Den Abschluss markiert am Fasnachtsdienstag der Umzug in Mutterstadt. Der Zug verläuft von der Blockfeldstraße über die Neustadter Straße, die Ludwigshafener Straße und die Bohligstraße. Ab 10 Uhr am Dienstagvormittag beginnt das Ordnungsamt damit, die Umzugsstrecke freizuräumen, wie es in einer Mitteilung des Ordnungsamts heißt. Anlieger werden daher gebeten, ihre Fahrzeuge nicht am Straßenrand zu parken und Ortskundigen wird empfohlen, die Zugstrecke weiträumig zu umfahren.

Während des Umzugs wird die Sicherheit zu jeder Zeit gewährleistet, wie Alexander Kostic, Leiter der Mutterstadter Ordnungsverwaltung, betont: „Alle Zufahrten werden durch Betonblöcke oder Fahrzeuge des Bauhofs abgesichert, sodass kein Fahrzeug in die Zugstrecke gelangen kann.“ Zusätzlich führe ein Polizeifahrzeug den Umzug an, ein Auto des Ordnungsamts befinde sich am Ende.

Nach dem Umzug soll auf dem Vorplatz des Palatinums ebenfalls ein sicheres Feiern gewährleistet sein: „Auch hier werden wir die Zufahrt absperren. Auch wenn es sich in Mutterstadt nur um einen kleinen Umzug handelt, wollen wir für die Sicherheit von allen Feiernden sorgen“, sagt Kostic deutlich. Daher sei der Kommunale Vollzugsdienst ganztägig mit sechs bis sieben Leuten unterwegs und überwache sämtliche Bereiche vor Ort.

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