Ludwigshafen Seismographen der Gesellschaft
Wie ist es möglich, aus den Abfallprodukten bei der Herstellung von Solarzellen Energie zu gewinnen? Wie kann man mit Photosynthese Strom erzeugen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich seit gestern eine sehenswerte Ausstellung im Konferenzzentrum der BASF. Die Ausstellung ist bis 30. November zu sehen und bildet den Abschluss der „Creator-Space-Tour“ des Unternehmens, mit der an kreativen Lösungen für den wachsenden Energiebedarf gearbeitet wird.
Anlässlich des 150. Geburtstags der BASF machte die „Creator-Space-Tour“ bereits in fünf Metropolen weltweit Station, den Abschluss bildet jetzt die Ausstellung am Hauptsitz in Ludwigshafen. „Es ist eine große Frage, woher die Energie kommt“, sagte Margret Suckale, Vorstandsmitglied des Chemie-Unternehmens. Viele Ansätze dazu sind in der Ausstellung zu sehen, die von Sascha Peters von der Agentur „Haute Innovations“ zusammengestellt wurde. Sicher können nicht alle Ideen von Architekten und Forschern umgesetzt werden, aber sehenswert sind sie dennoch. Zudem geben sie möglicherweise Impulse für die Wissenschaft, um den steigenden Energiebedarf decken zu können. Es geht nicht darum, den großen Durchbruch mit einem Schlag zu schaffen, sondern um die Chancen, im Kleinen flexibler zu werden. Durch die kleinste Brennstoffzelle der Welt ist es beispielsweise möglich, elektrische Geräte mobil mit Strom zu versorgen. „Die Menschen, die hier Ideen vorstellen, sehe ich als Seismographen der Gesellschaft, weil sie immer ein paar Jahre voraus denken“, erklärte Peters den Wert der Ausstellung. Bis zum 30. November geht es aber nicht allein darum, Besuchern die Ausstellung zu zeigen. Begleitet wird diese von verschiedenen Projekten, die von Experten genutzt werden, um über neue Formen der Energiegewinnung nachzudenken. Zudem gibt es Veranstaltungen für die Mitarbeiter, um ihnen die Thematik näherzubringen. Der morgige Tag der offenen Tür gibt allen Interessierten die Möglichkeit, sich über Ergebnisse der „Creator-Space-Tour“ zu informieren. „Das sind ja unglaublich pfiffige Ideen“, zeigte sich Friedrich Seitz begeistert von der Ausstellung im eigenen Haus. Der Werksleiter der BASF freut sich bereits auf die vielen Projekte, die in den kommenden Tagen noch stattfinden werden. Doch zunächst ging es darum, sich nach der gestrigen offiziellen Eröffnung noch einmal von der Ausstellung und ihrem kreativen Geist inspirieren und gefangen nehmen zu lassen. Termin Morgen, 10 bis 15 Uhr, Tag der offenen Tür im Konferenzzentrum der BASF, Gebäude D 105. Es gibt Ausstellungen sowie Werkrundfahrten und ein Programm, bei dem Künstler Energie sichtbar machen.