Ludwigshafen Schwerer Arbeitsunfall bei BASF: Große Löschwasserleitung geborsten
[Aktualisiert um 14.30 Uhr] Mutmaßlich durch eine leere, geborstene 40 Zentimeter dicke Löschwasserleitung ist es am Donnerstag im Werksteil Nord der BASF in Ludwigshafen zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Vier Mitarbeiter von Fremdfirmen waren dadurch laut Konzern verletzt worden, zwei davon schwer. Über die mögliche Unfallursache hat die zuständige Gewerbeaufsichtsbehörde, die SGD Süd in Neustadt, auf Anfrage am Freitag informiert. Die Pressestelle der BASF nannte lediglich den Durchmesser der Leitung und machte zu dem Unfallhergang keine Angaben.
Laut SGD ist es bei Abdichtarbeiten an einer neu gebauten und noch nicht in Betrieb genommenen, leeren Löschwasserringleitung zu dem Unfall gekommen. Die weiteren Bautätigkeiten seien demnach bis auf Weiteres eingestellt, die Baustelle gesichert und abgesperrt. Einzelne Rohrstücke der Leitung seien über Steckmuffen – vergleichbar mit dem Prinzip bei haushaltsüblichen Abwasserrohren – miteinander verbunden. Ein Teilstück sei nach aktuellem Kenntnisstand aus der gesteckten Leitung herausgedrückt worden. Das Teilstück selbst sei nicht aufgerissen oder geplatzt.
Der genaue Unfallhergang sei noch nicht bekannt, sagte die SGD, „Näheres muss die anstehende Unfalluntersuchung zeigen.“ Betreiber, SGD und die gesetzliche Unfall-Versicherung, die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau), seien dazu im engen Austausch.
Nach Angaben der BASF von Freitagmorgen konnten die beiden leicht Verletzten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Zu dem Gesundheitszustand der zwei schwer verletzten Personen wollte das Unternehmen auf Nachfrage keine Angaben machen. Laut Polizei besteht bei den beiden keine Lebensgefahr. Zu prüfen sei, ob Fahrlässigkeit im Spiel war und ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde; die Verletzten sowie die Zuständigen bei dem Unternehmen müssten noch vernommen werden.
Nach Auskunft der BASF ereignete sich der Unfall am Donnerstag gegen 13.45 Uhr bei Montagearbeiten an einer Löschwasserleitung. Zwei Betroffene erlitten schwere Verletzungen und wurden nach der Erstversorgung durch einen Notarzt stationär in einer Klinik aufgenommen. Zwei weitere Arbeiter wurden leicht verletzt und waren ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt worden. Chemikalien hätten bei dem Unfall keine Rolle gespielt, hieß es.