Ludwigshafen
Schulstreik gegen Wehrpflicht: Das sind die Botschaften der Schüler (Bildergalerie)
Etwa 120 Teilnehmer haben sich um die Mittagszeit auf dem Theaterplatz in Ludwigshafen zusammengefunden, um gegen das geplante Wehrdienst-Modernisierungsgesetz zu demonstrieren. Die Stimmung ist friedlich, Polizisten sichern die Veranstaltung.
„Ich bin nicht bereit, für die Kapitalinteressen des deutschen Staates in den Krieg zu ziehen“, sagte ein 17-jähriger Auszubildener aus Ludwigshafen der RHEINPFALZ. Jonas Leibig (Die Linke) ist ebenfalls anwesend. „Die Linke will Anlaufstelle für junge Menschen sein“, sagte der 32-Jährige: „Wir sehen noch einige rechtliche Fragen.“
„Wichtig, Stimme zu erheben“
Bundesweit wurde in rund 100 Städten zu Streiks und Demonstrationen aufgerufen. Die Streikenden fordern eine demokratische Entscheidung über ihre Zukunft und lehnen Zwangsmilitärdienst ab. Der Protest richtet sich gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht und gegen eine Militarisierung junger Menschen.
„Nie, nie, nie wieder Wehrpflicht“, skandiert die Menge, die einen Protestmarsch zum Rathausplatz startete. Eine Schülerin sagte am Mikrofon: „Es ist wichtig, dass wir unsere Stimme erheben. Es kann nicht sein, dass unsere Zukunft ohne uns beschlossen wird.“
Die streikenden Schüler machen auf Plakaten und Spruchbändern auf ihr Anliegen aufmerksam. Auf einem Flugblatt steht geschrieben: „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft.“
Ein Schüler machte bei seinem Statement auf eine andere Debatte aufmerksam, die aktuell in der Pfalz und speziell in Ludwigshafen für viel Aufmerksamkeit sorgt. „Wir haben kaputte Schulen mit Schimmel an den Wänden. Es kann nicht sein, dass wir Geld für Waffen ausgeben und per Los in der Kaserne landen.“