ROLLSTUHLHOCKEY RHEINPFALZ Plus Artikel Saisonfinale in München für die Rolli Teufel Ludwigshafen

Die Rolli Teufel-Spieler Kevin Epperlein (vorne) und Marvin Priester (hinten) treffen zum Saisonabschluss auf die Nording Bulls
Die Rolli Teufel-Spieler Kevin Epperlein (vorne) und Marvin Priester (hinten) treffen zum Saisonabschluss auf die Nording Bulls Lalendorf.

Mit einem notreparierten Elektrorollstuhl von Spielertrainer David Huber fahren die Rolli Teufel Ludwigshafen am Wochenende zum letzten Spieltag der 1. Powerchair-Hockey-Bundesliga nach München.

Nach dem bereits sicher feststehenden Klassenerhalt stehen am Samstag, 24. Juni, noch einmal drei Begegnungen auf dem Spielplan. Mit einem Punkt Vorsprung vor den gastgebenden Munich Animals stehen die Rolli Teufel vor dem Saisonfinale auf Platz vier der Sechser-Liga. Schon in ihrer ersten Partie gegen den Absteiger Nording Bulls Lalendorf ab 10.40 Uhr kann das Team diese Position mit einem Sieg festigen, während sie anschließend in die Begegnung gegen den alten und neuen deutschen Meister Black Knights Dreieich I als klarer Außenseiter gehen.

Die Konzentration gilt allerdings in erster Linie dem abschließenden Spiel gegen den Tabellenzweiten Star Drivers Bad Kreuznach (17.40 Uhr). „Natürlich sind wir gerade gegen diesen Gegner nach der unglücklichen Niederlage am letzten Spieltag wegen des kaputten Rollstuhls unseres Kapitäns auf Revanche aus“, schickt Peter Epperlein eine Kampfansage an den Gegner, mit dem man sich auch ohne den am Samstag fehlenden Stefan Möll spielerisch auf Augenhöhe sieht.

Rollstuhl gibt den Geist auf

Das stellten die Rolli Teufel am letzten Spieltag in der gegnerischen Halle auch unter Beweis und hielten lange mit, ehe ausgerechnet das Sportgerät des erfolgreichsten Torschützen David Huber den Geist aufgab. Trotz großer Bemühungen hat der auch als Mannschaftstechniker aktive Vorsitzende für den seit sieben Jahren nicht mehr hergestellten Elektrorollstuhl des Nationalmannschaftsspielers keine Original-Ersatzteile beschaffen können und musste deshalb improvisieren. Für den äußersten Notfall steht in München aber ein Ersatzrollstuhl bereit.

Bereits am Freitag macht sich der Großteil der Mannschaft und ihre Betreuer in Richtung der bayrischen Landeshauptstadt auf, wo sie wie in den Vorjahren im Lichtblick-Hotel in Alling Quartier beziehen und übernachten werden. Geplant ist vor der vierwöchigen Trainingspause wegen der Schließung der Schulsporthallen in den Ferien auch noch die Teilnahme am 30-jährigen Jubiläum des Harley Davidson Neckar-Chapters am 22. Juli in Speyer mit einem Kaffee- und Kuchen-Stand, dessen Erlös den Rolli Teufeln Ludwigshafen zugute kommt.

Planungen für die kommende Saison

„Und vielleicht bekommen wir auch noch ein Sommerfest organisiert“, hofft Peter Epperlein, der sich momentan auch bereits mit der Planung der kommenden Bundesliga-Saison beschäftigt, auf die sich die Ludwigshafener ab Anfang September im Training vorbereiten werden. Dabei wird es auch wieder einen Heimspieltag in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Bad Dürkheim geben, der voraussichtlich auf kurz nach Ostern 2024 terminiert werden soll.

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