Radsport
RSC Friesenheim feiert Jubiläum und neue Flutlichtanlage
Die am 6. Mai 1956 eingeweihte Friesenheimer Radrennbahn des RSC Ludwigshafen an der Weiherstraße wird am 15. Mai ab 16 Uhr innerhalb von etwa vier Stunden zum unterhaltsamen Freiluft-Schauplatz gleich mehrerer denkwürdiger Ereignisse. Zum ersten Mal wird mit Einbruch der Dunkelheit die neue hochmoderne Flutlichtanlage die 333-Meter-Zementbahn in ein helles Licht tauchen und dem Radsport damit hierzulande eine weitere Vision geben. Gleichzeitig wird der RSC Ludwigshafen, der 2016 aus den beiden Vereinen RC 1899 Friesenheim und GFR Ludwigshafen entstanden ist, mit einem kurzen Festakt sein 125-jähriges Bestehen feiern, ehe der inoffizielle Startschuss für eine organisatorisch allerdings nicht eingebundene internationale Bahnen-Tournee mit weiteren Renntagen in Darmstadt (16. Mai), Singen/Hohentwiel (18./19. Mai) und Dudenhofen (20. Mai) fallen wird.
Sportlicher Höhepunkt dieses Mittwochs wird jedoch das vom radsportlichen Planer Andreas Gensheimer (Offenbach) organisierte anspruchsvolle Rennprogramm sein, dessen spektakulärer Schlussakkord das internationale Zweier-Mannschaftsfahren sein wird, das weltweit ebenfalls ein Jubiläum feiern kann: Diese Radsportdisziplin wurde 1899 und damit vor genau 125 Jahren erstmals im New Yorker Madison Square Garden ausgetragen. Deshalb trägt das populäre Zweier-Mannschaftsfahren, das vor allem bei den Sechstagerennen in aller Welt Mittelpunkt des Geschehens ist, seit einigen Jahren auch den Namen „Madison“. In Friesenheim geht es an diesem Tag dabei um die Haupttrophäe, die „Silbernen Eulen“. Die Zweier-Teams müssen sich die Trophäe in einem Rennen über 125 Runden mit 25 Wertungen, das sind insgesamt 41,625 Kilometer, verdienen.
Festakt zum Jubiläum
Das Friesenheimer Rennprogramm sorgt bis zu diesem Höhepunkt für spannende Abwechslung, denn neben den Männern werden auch Frauen ins Rennen gehen. Ausscheidungsfahren und Keirin, Sprint- und Punktefahren sowie eine „fliegende Runde“ werden dabei nach mehreren einleitenden Nachwuchsrennen kurzweilige Disziplinen sein.
Unterbrochen wird das Programm von einem kurzen Festakt zum 125. Jubiläum des RSC Ludwigshafen, zu dem die Veranstalter als Ehrengast Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck erwarten. Der „Ursprungsverein“ wurde am 5. Februar 1899 in der Gaststätte „Zum Rheintal“ als RC 1899 Friesenheim gegründet. Gleichzeitig soll die Oberbürgermeisterin mit Einbruch der Dämmerung die neue Flutlichtanlage rund um die Bahn in Betrieb setzen, die nach Angaben von RSC-Vorstandsmitglied Joachim Speckmann über 85.000 Euro kostete, wobei die Vereinsmitglieder allein etwa 20.000 Euro mit Arbeitseinsätzen aufbrachten.
Der RSC Ludwigshafen wird in diesem Jahr auf der nun auch bis in die späteren Abendstunden nutzbaren Friesenheimer Bahn einen weiteren sportlichen Akzent setzen: Am 3. Juli soll zum sechsten Mal seit 2015 die internationale „Six Days Night“ über die Runden gehen. Auch auf der Straße wird der RSC Ludwigshafen in diesem Jahr wieder organisatorisch aktiv: Am 26. August findet zum 41. Mal das Mutterstadter Kerwe-Radrennen statt, das seit 1982 in der Pfalz zu den beliebtesten Radsportveranstaltungen zählt.