Ludwigshafen Routiniers gefragt

LUDWIGSHAFEN. Ein richtungweisendes Spiel steht Fußball-Bezirksligist SV Ruchheim bevor. Am Sonntag, 15 Uhr, erwartet das Team RW Seebach. Die Partie steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes.
Am vergangenen Sonntag gab es für die Ruchheimer eine bittere 1:4-Pleite bei der TSG Deidesheim, einem anderen Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib. „Da hat es uns an allem gefehlt. An der Laufbereitschaft, dem Zusammenspiel und vor allem an der Einstellung. Das ist mir völlig unverständlich“, ärgert sich Trainer Toni Antonaci. Deidesheim habe Leidenschaft und Kampfgeist entgegengesetzt, was an diesem Tag gereicht habe. Der Coach bezeichnet den blutleeren Auftritt als Rückfall. Der SVR habe es verpasst, sich aus dem Tabellenkeller zu lösen und sei wieder unter Zugzwang. „Wir sind im Moment nicht in der Lage, uns genügend Chancen herauszuarbeiten, halten die Positionen nicht und können den Gegner nicht vom eigenen Tor entfernt halten“, legt Antonaci nach. Schon gegen Mutterstadt hatte das Team Glück und den Sieg in erster Linie Torwart Niklas Recknagel zu verdanken. Der Coach nimmt aber nicht die Jungen in die Pflicht, die ihre erste Saison in der Bezirksliga und größtenteils ihre erste Runde bei den Erwachsenen spielen. „Ich bin von den gestandenen Spielern, den Leistungsträgern enttäuscht. Gerade in einer solch schwierigen Situation müssten sie vorangehen und die Jungen führen“, erklärt Antonaci. Deshalb erwartet er besonders von ihnen gegen Seebach eine Reaktion. „Das ist eine unangenehm zu spielende Mannschaft, die uns nicht den Gefallen tun wird und Räume anbietet“, vermutet Antonaci. Einziger Vorteil in diesem Schlüsselspiel: Die Gäste haben in den beiden vergangenen Partie ebenfalls keine Bäume ausgerissen und stehen noch etwas mehr unter Druck, weil sie fünf Zähler weniger auf dem Konto haben. Offenbar sind Antonacis kritische Worte auf fruchtbaren Boden gefallen, denn das Team habe am Dienstag konzentriert und engagiert trainiert. Apropos Antonaci: Der 53 Jahre alte Coach will nun über die Winterpause hinaus für die Mannschaft verantwortlich bleiben. „Die Planung sieht so aus, dass ich bis Saisonende Trainer bin und wir in Ruhe nach einer langfristigen Lösung suchen“, verdeutlicht Antonaci. Der neue Mann soll schließlich im Frühjahr die kommende Saison im Hintergrund planen und dann in der Sommervorbereitung einsteigen. |thl