Ludwigshafen Rollende Snackbar für den kleinen Hunger

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Fünf Snackmobile sind fünf Tage in der Woche in der Region unterwegs – die Bäckerei auf vier Rädern unterwegs zu den Kunden vor Ort. Das Konzept hat der Böhl-Iggelheimer Bäcker Paul-Heinz Seibt aus der Taufe gehoben und immer weiterentwickelt. Mittlerweile ist die Versorgung eine logistische Meisterleistung mit einem ausgefeilten Sortiment an Snacks in vielen Varianten.

Ihm sei es um die Zukunft seines Geschäfts gegangen, sagt Paul-Heinz Seibt. Er habe bereits vor acht Jahren erkannt, dass seine Bäckerei alleine von den Kunden aus dem Ort nicht leben könne – das sei in der Branche allerdings verbreitet: „Die Bäckereien kämpfen“, weiß Seibt. So habe er den Außer-Haus-Service als zweites Standbein eingeführt – vergleichbar mit dem Partyservice der Metzgereien, die das ebenfalls als zusätzlichen Geschäftsbereich eingeführt hätten. Inzwischen sind täglich fünf Fahrzeuge in der gesamten Vorderpfalz sowie in Mannheim und Hockenheim unterwegs. „Los geht es morgens um fünf oder um sechs Uhr“, sagt Seibt. Die Verkaufsfahrzeuge seien zu dem Zeitpunkt mit Backwaren beladen. Den Schwerpunkt bildet das, was Handwerker gerne zum Frühstück verzehren: Brötchen mit Schnitzel, Frikadellen oder Rühreitaler. Aber auch belegte Brötchen in verschiedenen Ausführungen sind im Fahrzeug gekühlt dabei. „30 verschiedene Brötchen“, betont Seibt die große Auswahl. Auch an Feinschmecker sei gedacht, mit Frischkäse und Tomaten-Mozzarella mit getrockneten Tomaten und Rucola oder Camembert mit Feigen, schwärmt Seibt von seinen Snacks. Die Fahrer steuern vorzugsweise Industrie- und Gewerbegebiete an und halten dort vor Autohäusern, Speditionen, Handwerksbetrieben und Büros. „45 bis 50 Betriebe pro Tag und pro Fahrer“, bilanziert Seibt. „Es ist ein schnelles Geschäft“, meint er, denn die Fahrzeuge halten nur wenige Minuten, um mal mehr, mal weniger Kunden zu versorgen. Im Durchschnitt würden 230 Kunden pro Tag mit Frühstück und Snacks versorgt. Angefangen habe Seibt selbst mit einer Tour nach Mannheim auf die Friesenheimer Insel, erinnert er sich an die Anfänge. Aus dieser Erfahrung heraus habe er Akquise betrieben und Schritt für Schritt das heutige Vertriebsnetz ausgebaut. Inzwischen eile den Snackmobilen natürlich ihr Ruf voraus und die Mitarbeiter planen fest ihre Einkäufe ein. „Die Leute sind begeistert“, weiß er von Rückmeldungen. Sollte es noch Lücken auf der Strecke geben, können sich Firmen gerne bei ihm melden, damit sie auf der Route angefahren werden. Sogar die Firmen selbst würden mittlerweile für Feiern, Besprechungen oder ähnliche Veranstaltungen bei der Bäckerei Seibt Sammelbestellungen aufgeben, freut sich Seibt über das Zusatzgeschäft. Er sieht das Außer-Haus-Geschäft als notwendige Spezialisierung an, um die Zukunft seiner Bäckerei zu sichern: „Wenn der Kunde nicht zu uns kommt, fahren wir zu ihm.“ (mmö)

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