Ludwigshafen Riskante Manöver in luftiger Höhe

Bereits zum 14. Mal gastiert der „Weihnachtscircus“ in Ludwigshafen. Wie im Vorjahr hat er sein Zirkuszelt wieder auf dem Platz vor der Eberthalle in Friesenheim aufgeschlagen. In der Premierenvorstellung am 24. Dezember begeisterte das Programm kleine und große Zuschauer mit einer Mischung aus spektakulärer Akrobatik und Jonglagen, lustigen Clowns und Tiernummern der ungewöhnlichen Art.
Zur Freude der Kinder waren am Nachmittag des Weihnachtstags so einige Eltern auf die Idee gekommen, die Wartezeit aufs Christkind mit einem Zirkus-Besuch zu verkürzen. Die Plätze im Zelt an der Eberthalle waren gut gefüllt. „Da gehen 800 Besucher rein, wir schätzen, dass 700 drin waren“, freute sich Gerd Hübner, Sprecher des „Weihnachtscircus“ über die Nachfrage. Überdies war zur Premierenvorstellung der Eintritt für Kinder frei. Der Umzug mit der Manege vom angestammten Messplatz vor die Eberthalle – erstmals 2015 – hat offenbar nicht geschadet. Der Zirkus habe damit eher neue Besucher dazugewonnen – die Anfahrt, das Parken auf dem großen Platz, das alles sei eher einfacher als vorher, zeigt sich der Zirkusmann zufrieden. Wie Hübner erläutert, gibt es das Programm des „Weihnachtscircus“ tatsächlich nur an Weihnachten zu sehen. Es wird jedes Jahr von der Betreiberfamilie Riedesel neu zusammengestellt. Präsentiert werden in diesem Jahr 13 Nummern von Artisten und Künstlern aus Deutschland und Europa. Ganz im Sinne der Weihnachtsbotschaft waren einige der Artisten schon in den vergangenen Tagen unterwegs. Am Mittwoch, 21. Dezember, gaben sie als Weihnachtsgeschenk ein kleines Showprogramm für die Asylsuchenden in der großen Landeseinrichtung in Speyer zum Besten. Nur in der hohen Zirkuskuppel möglich sind allerdings die akrobatischen Nummern an vertikalen Tüchern, wie sie das Duo Kellner in der Premierenvorstellung bot. Begleitet werden die Artisten in luftiger Höhe von zwei bunten Papageien. Daneben sorgten die Hochseilartistin Roska Alexandrova mit ihrer Solo-Trapez Vorstellung sowie das italienische Duo Valdemar mit ihrem „Todesrad“ für knisternde Spannung. Die riskanten Einlagen der Artisten in großer Höhe auf der rotierenden Trommel ließen den Zuschauern ein ums andere Mal den Atem stocken. Spektakulär anzusehen ist auch der Einsatz der „Slackwire“ genannten, gespannten elastischen Bänder, auf denen der junge tschechische Artist Robert Joo seine Vorwärts- und Rückwärts-Salti vollführt. Traditionell und doch etwas anders geben sich auch die Jonglier-Nummern. Etwa wenn sich Artist Mario Malevolti dabei noch in höchstem Tempo durch die Manege bewegt. Oder wenn der erst 16-jährige Lukas Sachse mit rotierenden Diabolos jongliert. Mehrere der Sanduhr-förmigen Objekte werden von ihm über eine Schnur an zwei Handstöcken in furiose Bewegungen versetzt. Im dunklen Zelt sorgten die leuchtenden Kreisel für besondere Effekte. Lukas sei ein deutsches Nachwuchstalent aus Nordrhein-Westfalen, habe schon Preise gewonnen und trete in seinen Schulferien in Ludwigshafen auf, verrät Hübner über den 16-jährigen. Ungewöhnlich war auch die Tiernummer der Zirkusmacher Janina und Tibo Riedesel selbst, bei der beeindruckend große „Hinterwälder Rinder“ mit langen Hörnern sowie einige Wollschweine die Hauptrolle spielen. Dazwischen sorgten immer wieder die Auftritte von Spaßmacher Rico für Heiterkeit im Publikum, in der Rolle des Oberkellners, des Dirigenten oder des von Hunden begleiteten Hotdog-Verkäufers. Termine Der „Weihnachtscircus“ gastiert bis 8. Januar in Ludwigshafen. Spielzeiten und Preise, auch für die Silvestergala, im Netz unter www.ludwigshafener-weihnachtscircus.de. Tickethotline: 0170/7877749