Ringen RHEINPFALZ Plus Artikel Rheinland-Pfalz-Liga: VfK Schifferstadt holt Vizetitel

Obenauf: Schifferstadts Daniel Hermann (rechts) gewann seinen Kampf gegen Mainz.
Obenauf: Schifferstadts Daniel Hermann (rechts) gewann seinen Kampf gegen Mainz.

Der VfK Schifferstadt ist wieder Vizemeister der Rheinland-Pfalz-Liga im Ringen. Das Team hat seit dem 14. September zehn seiner zwölf Saisonkämpfe gewonnen. Ein Konkurrent kassiert den nächsten Nackenschlag.

Der VfK Schifferstadt sorgte für das positive Fazit der Ringer in der Vorderpfalz nach Abschluss der Runde, die mit einem unangenehmen Paukenschlag begonnen hatte, als der AV 03 Speyer seine Mannschaft nach dem ersten Kampftag beim VfK Schifferstadt zurückzog. Der deprimierende negative Rückblick: Tabellenletzter wurde der Vorjahresdritte ASV Ludwigshafen, der wegen einer Autopanne zum Abschlusskampf beim AC Thaleischweiler nicht erschien und damit zum dritten Mal nach den beiden 0:40-Pleiten gegen den ASV Mainz 88 II am 21. September (nur fünf Ringer) und am 2. November (Kampfabsage wegen Personalmangel) als punktloser Verlierer in die Abrechnung des letzten Kampftages ging.

Für den ASV Ludwigshafen wird das Termindesaster zu einer teuren Angelegenheit. Nach Angaben von Liga-Leiter Jürgen Hoffmann (Hüttigweiler/Saar) kann zum einen der AC Thaleischweiler (wie zuvor schon der ASV Mainz 88) seine Auslagen wie Bereitstellung von Getränken und Speisen geltend machen, zum anderen dürfte der Rechtsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz Ringen (ARGE) als Ausrichter der Rheinland-Pfalz-Liga sogenannte Konventionalstrafen verhängen: Schon vor Saisonbeginn war vereinbart worden, dass die Vereine zum Beispiel wegen Nichtantretens oder bei unzureichender Athletenanzahl bei den Kämpfen zur Kasse gebeten werden.

„Erfreulicher Zusammenhalt“

Der VfK Schifferstadt hat, wie im Vorjahr und wie insgeheim vor Rundenbeginn geplant, die trotz Verletzungen und Erkrankungen alles in allem erfolgreiche Saison in der Rheinland-Pfalz-Liga der Ringer als Vizemeister abgeschlossen. „Das ist das Ergebnis eines erfreulichen Zusammenhalts innerhalb unserer Mannschaft während der gesamten Saison“, freute sich der VfK-Vorsitzende Thorsten Libowsky. Die Schifferstadter gewannen den letzten der insgesamt zwölf Ligakämpfe gegen den Vorjahresmeister ASV Mainz 88 II unerwartet deutlich mit 29:7 Punkten und verloren dabei nur zwei Einzelkämpfe: Eine Schulterniederlage erlitt nach 4:59 Minuten und einem Rückstand von respektablen 6:17 Punkten der Jugendliche Jakob May gegen Felix Tyler Vinson; mit 0:13 bezog Yunus Aydin gegen Alan Tamrazov eine Punktniederlage. Hinter Meister SV Alemannia Nackenheim (22:2 Punkte) kamen die Schifferstadter (20:4) damit problemlos auf den zweiten Tabellenplatz vor den Mainzern.

Die rund 200 Zuschauer in der Neuen Kreissporthalle sahen nur neun Kämpfe, weil die mit mehreren Nachwuchstalenten angetretenen Mainzer das Schwergewicht nicht besetzt hatten und der VfK-Vertreter Ramazan Akgün so kampflos zu vier Punkten kam. Fünfmal gab es für die VfK-Ringer Schultersiege und damit vier Mannschaftspunkte. Said Mubin Nuri gegen Thomas Weber (2:48 Minuten), Marc Fischer gegen Danny Cub (2:14), Daniel Hermann gegen Ali Sina Bayat (1:47), Jan Briegel gegen Vladislav Boberskis (1:39) und Cuma Akgün (trotz Bänderriss im Knie) gegen Dogukan Kiral (2:15) gingen vorzeitig als Sieger von der Matte. Punktsiege feierten nach jeweils sechs Minuten Müslüm Duran gegen Munir Demir (18:9) und Musa Günes gegen Marlon Aaron Vinson (9:5). Die Zuschauer erlebten neun Kämpfe mit insgesamt 32 Minuten reiner Ringzeit und der Vergabe von insgesamt 132 Punkten.

Der letzte Saisonkampf in der Schüler-Pfalzliga zwischen dem als Meister bereits feststehenden AC Thaleischweiler (11:1 Punkte) und dem sieglosen Schlusslicht ASV Ludwigshafen (0:12) glich einer Farce. Die Westpfälzer gewannen mit 40:8 Punkten nach insgesamt fünf gewonnenen von zwölf möglichen Kämpfen. Die Ludwigshafener hatten nur sieben Ringer dabei, von denen fünf ihre Kämpfe verloren, die Gastgeber schickten zehn statt zwölf Athleten in die Partie. Die Punkte des ASV Ludwigshafen resultierten aus kampflosen Wertungen für Danilo Lehr und Dehi Nurmatov, die ohne Gegner blieben.

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