Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Rheingönheim: Zwei Kunstrasenplätze für die Bezirkssportanlage

Gabriele Bindert bei der Sportausschusssitzung in Rheingönheim.
Gabriele Bindert bei der Sportausschusssitzung in Rheingönheim.

„Bald wird es hier schlagartig grün“, versprach Gabriele Bindert dem Sportausschuss. Auf einer winzigen Stelle des Nebenfeldes auf der Bezirkssportanlage Rheingönheim deutete sich beim Ortstermin an, was dort demnächst Farbe ins Spiel bringen wird.

Mit der Verlegung des Kunstrasens in Rheingönheim biegt die Sanierung der Anlage nach rund einem Jahr auf die Zielgerade ein. „Die Stadt ist stolz auf ihre Bezirkssportanlagen“, erklärte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) auf der Sitzung des Sportausschusses am Mittwoch vor Ort. „Immerhin haben wir uns mit der Anlage seit 2018 intensiv befasst. Auch wenn der ursprüngliche Plan mit einem Abschluss der Arbeiten zu Ostern im Verzug ist, so war Steinruck doch stolz, was dank umfassender Bundesförderung gelungen ist.

„Ursprünglich ging es nur um die Sanierung des kleinen Tennenplatzes. Dann hat sich eine enorme Dynamik entwickelt“, erinnerte Bindert. Eine Dynamik, die nach der Unbespielbarkeit des Rasenplatzes gleich zu zwei Kunstrasenplätzen geführt hat, auch wenn das zweite Feld lediglich als Trainingsfeld und nur mit einer Sondergenehmigung bespielt werden darf – zumal auch noch eine Abgrenzung zwischen Feld und Zuschauern fehlt. Vorhanden, aber unsichtbar ist hingegen das große Regenrückhaltebecken mit 250 Kubikmetern Fassungsvermögen. „Das genügt für zehn Bewässerungen“, rechnete Bindert vor.

Zwei Millionen Euro vom Bund

Die Bundesförderung betrug rund zwei Millionen Euro. Nach den ursprünglichen Plänen wären dies rund 90 Prozent der Gesamtmaßnahme gewesen. Durch Verzögerungen bei der Planung und Corona seien die Kosten und damit vor allem der städtische Anteil von rund 240.000 auf 800.000 Euro gestiegen. Trotzdem bewertete die Projektleiterin die Finanzierung als „Sechser im Lotto für die Stadt.“

Das Muster ist verlegt: Die Bezirkssportanlage erhält zwei Kunstrasenplätze.
Das Muster ist verlegt: Die Bezirkssportanlage erhält zwei Kunstrasenplätze.

Was noch aussteht, sei die Eröffnung. „Wir haben schon mit Überlegungen begonnen“, erklärte Arminia-Geschäftsführerin Gisela Schaar. Ein Eröffnungsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, wie von Ausschussmitglied Joannis Chorosis (CDU) ins Spiel gebracht, wird es nicht geben. „Der FCK spielt nicht auf Kunstrasen“, begründete Schaar.

Klassenhöchster Verein in der Stadt

Insgesamt wurde die Entwicklung auf der Bezirkssportanlage in Rheingönheim von allen Seiten begrüßt. „Es ist eine gute Unterstützung für den klassenhöchsten Fußballverein der Stadt“, befand Christian Schreider (SPD). Chorosis freute sich über den unterm Strich eingehaltenen Zeitplan. Insgesamt sei der FC Arminia beneidenswert. „Jeder Verein in der Stadt wäre gerne in dieser Lage.“

Die Sanierung ist noch nicht restlos abgeschlossen. So erklärte sich der Verein bereit, bei den Umkleidekabinen aktiv zu werden. Die dafür nötigen 300.000 Euro seien zwar eine große finanzielle Herausforderungen für den Verein, eine Bezirkssportanlage unterliege aber besonderen Rahmenbedingungen, erinnerte Steinruck.

x