Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Reizvolles Fußballderby in Ruchheim

Nicht unzufrieden: SVR-Trainer Michael Eisenhauer.
Nicht unzufrieden: SVR-Trainer Michael Eisenhauer.

Zu einem reizvollen Derby in der Fußball-Bezirksliga kommt es am Sonntag, 15 Uhr, wenn sich in Ruchheim der heimische SVR und der BSC Oppau gegenüberstehen. Die Gäste haben am Mittwoch beim VfB Haßloch eine aufregende Partie erlebt.

Die Ruchheimer waren am Mittwoch-Spieltag nicht im Einsatz. „Wir haben die TSG Deidesheim um Verlegung der Partie gebeten, und der Aufsteiger hat zugesagt“, informiert Ruchheims Trainer Michael Eisenhauer. Die Begegnung wird nun am Mittwoch, 11. Oktober, nachgeholt. Mit dem bisherigen Verlauf dieser Runde ist der Coach zumindest nicht unzufrieden. Zu Hause holte der Landesliga-Absteiger gegen Queichhambach und VfB Haßloch vier Zähler, auswärts gab es zwei klare Niederlagen in Freinsheim (2:5) und Mutterstadt (1:5). „Vier Punkte sind in Ordnung, aber wir haben zweimal zu hoch verloren. Das ist zwar kein Beinbruch, aber auch nicht mein Anspruch“, erklärt der Coach.

Viele Neuzugänge

Ruchheim muss 13 neue Spieler integrieren, was Zeit brauche. Man sehe ja an den Beispielen der Mitabsteiger VfB Haßloch und Rülzheim, die beide sieglos am Tabellenende rangieren, dass ein Umbruch nicht so ohne weiteres zu meistern sei. „Unser Kader ist bis auf David Steckbauer und Sascha Kohlmayer komplett, aber die Fitnessstände sind unterschiedlich“, gibt der Coach zu bedenken. Physiotherapeutin Lea Plumpe leiste jedoch hervorragende Arbeit und habe zuletzt Atilla Ercan sowie Stanimir Blagoev für das Spiel in Mutterstadt fit bekommen.

Den BSC Oppau hat Eisenhauer schon beobachtet und warnt: „Wer beim souveränen Spitzenreiter Mutterstadt nur unglücklich 1:2 verliert, der ist zu beachten.“ Zu einer Korsettstange und einem absoluten Leistungsträger habe sich Kapitän Benedikt Thiel gemausert. Der Defensivallrounder sei zudem flexibel einsetzbar sei.

Trainer fassungslos

Der Oppauer Coach André Werz war einen Tag nach dem Duell beim VfB Haßloch (3:3) immer noch fassungslos. „Das habe ich noch nie erlebt“, presst der 38-jährige Spielertrainer hervor. Gemeint war die regulär letzte Minute des Spiels, als Gianluca Ferraro das vermeintlich 4:3 für die Gelb-Schwarzen erzielte. „Der Schiedsrichter hat das Tor gegeben, auch von Haßlocher Spielern kam nichts. Aber die Besatzung der Reservebank belagerte den Assistenten“, beschreibt Werz die Szene. Der Referee sei zu seinem Kollegen an die Linie gekommen, aber nicht um ihn zu schützen, wie Werz mutmaßte. Nach einem Gespräch der beiden sei das Tor aberkannt worden, was die Oppauer schäumen ließ.

Direkt danach gab es eine Zeitstrafe für Ferraro und eine Rote Karte für Dennis Müller. Später folgte noch eine Rote Karte für Torwart Michael Schreier. Gleich nach Pause gab es zudem Zeitstrafen für die Oppauer Dominique Golab und Eleftherios Potsis. In dieser Zeit verwandelte Haßloch einen 1:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. „Viel zu oft habe ich, und da bin ich nicht allein, den Eindruck, dass die Zeitstrafen willkürlich ausgesprochen werden. Oftmals reicht meines Erachtens die Gelbe Karte“, klagte der Coach.

Übrigens ist Schreier eigentlich Verteidiger, stand aber zwischen den Pfosten, weil keiner der etatmäßigen Keeper zur Verfügung stand. „Michael war in der Jugend im Kasten und hat in Haßloch zwei, drei schwierige Bälle gehalten“, erklärt Werz. In den letzten Minuten hütete Linksverteidiger Damian Queva das Tor. In Ruchheim stößt Justin Capizzi wieder zum Team. Er hat ebenso gut eingeschlagen wie der mit ihm aus Oggersheim gekommene Sebastian Jankovic.

x