Ludwigshafen
Politesse reanimiert Mann in Oggersheim
Zwei Politessen haben einen Mann in Oggersheim vermutlich das Leben gerettet. Der Mann war wegen eines medizinischen Notfalls zusammengebrochen. Während einer Streife erhielt Hilfspolizistin Jeanine Doppler kurz nach 11 Uhr am Donnerstag, 28. Mai, über die „Katretter“-App einen Alarmhinweis in der Nähe und fuhr gemeinsam mit ihrer Kollegin Yvonne Diehl zum Einsatzort. Doppler, ausgebildete Krankenschwester mit Sanitätsausbildung, leitete vor Ort Reanimationsmaßnahmen ein, bis der Rettungsdienst eintraf und den Patienten übernahm. Die Einsatzkräfte übernahmen anschließend den Patienten, wie die Stadtverwaltung am Montag weiter mitgeteilt hat. „Mein Dank gilt den Kolleginnen und dem gesamten Team für ihren tollen Einsatz“, lobte Ordnungsdezernent Andreas Schwarz (SPD). Er wies zugleich darauf hin, dass die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung unter anderem auch dafür sorgen, dass Rettungswege freigehalten werden, damit Rettungswagen im Stadtgebiet freien Zugang zu Menschen in Not haben. Diese solle man bei Unmut über Knöllchen wegen Falschparkens nicht vergessen.
Hintergrund der modernen Technik, die bei dem Einsatz half: Ludwigshafen hat in seiner Rettungsleitstelle in der Hauptfeuerwache die Alarmierungs-App „Katretter“ eingeführt; die neben dem Rhein-Pfalz-Kreis auch den Nachbarkreis Bad Dürkheim sowie die Städte Frankenthal, Neustadt und Speyer abdeckt. Die in der App registrierten Helfer, die sich in unmittelbarer Nähe zu einem Patienten befinden, werden per GPS geortet und bei einem Notfall alarmiert. Sie müssen bei einer Alarmierung ihren Einsatz bestätigen. Darüber wird die Einsatzleitstelle informiert und gibt diese Informationen weiter, etwa an den Alarmierer oder den Rettungsdienst. Alarmiert werden die Helfer nur bei bestimmten Notfällen, in denen die Schlagwörter „Bewusstlosigkeit“ und „Kreislaufkollaps“ fallen. Die App wurde im November 2023 eingeführt. Die Helfer sind mittlerweile zu mehreren Tausend Einsätzen gerufen worden.