Ludwigshafen Pleite für Mutterstadt

LUDWIGSHAFEN. Die Schach-Mannschaften aus Ludwigshafen und Mutterstadt haben am Wochenende in der Ersten Pfalzliga allesamt Niederlagen einstecken müssen. Am heftigsten erwischte es ausgerechnet Tabellenführer TSG Mutterstadt, der in Ramstein-Miesenbach unterging. Pech hatte die zweite Mannschaft des Schachklubs 1912, während Schachhaus die vierte Pleite im vierten Spiel kassierte.
Nach drei Siegen zum Saisonauftakt reiste Mutterstadt mit Selbstvertrauen zum Tabellensechsten SC Ramstein-Miesenbach. Allerdings sollte am vierten Spieltag für die bis dato verlustpunktfreie TSG kaum etwas zusammenlaufen. An allen fünf vorderen Brettern wurde verloren, nur an den hinteren Positionen sprang Zählbares heraus. Ivo Edel gewann in einer sehenswerten Begegnung mit gegenseitigen Königsangriffen und holte den einzigen Tagessieg. Horst Ledig und Debütant Marcel Böhles erreichten in ihren Partien jeweils Bauernendspiele mit ungleichfarbigen Läufern, was in beiden Fällen zum Unentschieden führte. Durch das deftige 2:6 büßte Mutterstadt den ersten Platz ein und fiel hinter Lambsheim und Pirmasens auf Rang drei zurück. Der Schachklub 1912 Ludwigshafen musste gegen den SC Lambsheim – die Mannschaft der Stunde – eine unnötige Niederlage verkraften. Nach zwei Verlustpartien der Altmeister Hans Kelchner und Hermann Krieger sowie einem Sieg von Gerhard Wetzel (bei vier Remisen von Richard Muckle, Karl-Heinz Böhler, Jan Cerny und Wolfgang Vohmann) stand es vor der letzten Partie 3:4 aus Sicht der Ludwigshafener. Yannick Kemper von den „Zwölfern“ stand gegen seinen favorisierten Gegner Alexander Beck klar auf Gewinn, sodass alles auf ein 4:4 hinzudeuten schien. Der Lambsheimer Beck schaffte es jedoch, mit einigen taktischen Drohungen Kempers Pläne zu vereiteln und rettete sich ins Remis. Aufsteiger Lambsheim siegte somit glücklich 4,5:3,5 und liegt mit 8:0 Mannschaftspunkten sogar auf Aufstiegskurs. Klar auf Abstiegskurs ist die personell ausgedünnte Mannschaft von Schachhaus Ludwigshafen. Gegen den SC Haßloch setzte es für den Absteiger bereits die vierte Niederlage in Serie, womit Schachhaus nun auch die rote Laterne trägt. Für volle Brettpunkte sorgten beim 3:5 Ujup Murseli und Gisbert Dickel, überraschende Punkteteilungen erreichten Grigorios Chitzios und David Neeman. |mrb