Ludwigshafen
Platznot in Oggersheim: Förderschule plant Neubau und sucht Übergangslösung
Weil die Georgens-Förderschule zur ganzheitlichen Entwicklung in der Notwende aus allen Nähten platzt, plant die Stadt den Neubau einer zweiten Förderschule in der Gartenstadt. Im Schulträgerausschuss des Stadtrats gab es in der jüngsten Sitzung einhellige Zustimmung. Doch bis der Neubau steht, wird eine Übergangslösung gebraucht. Eine Bestandsimmobilie als Provisorium scheint unwahrscheinlich.
Als bisher einzige Schule mit Förderschwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung, eine sogenannte G-Schule, verzeichnet die Georgens-Schule in Oggersheim-Notwende seit Jahren stark steigende Schülerzahlen. Eine ähnliche Entwicklung ist im ganzen Land zu beobachten. An der Georgens-Schule steigen infolgedessen seit Jahren die Raumprobleme.
Schulen haben besondere Anforderungen
„Das Raumprogramm der Georgens-Schule wurde seitens der Schulbehörde auf 30 Klassen festgelegt. Aufgrund stetig gestiegener Klassenzahlen unterrichtet die Georgens-Schule inzwischen bereits an vier Standorten verteilt im Stadtgebiet“, erläuterte Stefan Weißmann, städtischer Bereichsleiter für Schulen. Dies sei organisatorisch nicht mehr tragbar. In der Nähe des geplanten Standorts in der Gartenstadt befänden sich bereits Ausweichstandorte wie die Blies-Schule. Vorgesehen sei offenbar die Bebauung einer bisherigen Parkplatzfläche in direkter Nachbarschaft der Integrierten Gesamtschule (IGS) Gartenstadt. Die Fläche des heutigen Otto-Thiele-Platzes umfasst 5900 Quadratmeter und wäre nach Ansicht des Bereichs Gebäudewirtschaft für das Projekt geeignet. Nach Zustimmung der städtischen Gremien soll ein Antrag bei der Schulbehörde gestellt werden.
„Für die Zeit bis zum fertigen Neubau brauchen wir ein Provisorium, sagte Nicole Stöcklin von der Abteilung Bauen für Bildung im Schulträgerausschuss. Stadtratsmitglied Constanze Kraus (CDU) sagte, bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude sollten auch gewerbliche Immobilien betrachtet werden. „Wir schauen, aber diese Schulen haben besondere Anforderungen“, erklärte Weißmann. Es werde die wirtschaftlichste Lösung ausgewählt. Leider gebe es kaum Bestandsimmobilien, die geeignet wären, fügte Stöcklin hinzu.
Dem Antrag auf Bau einer zweiten Förderschule stimmte der Ausschuss anschließend einstimmig zu. Der Ortsbeirat Gartenstadt hat bereits positiv auf das Vorhaben reagiert.