Ludwigshafen Pfalzmarktweg soll bald kommen

Der Baubeginn des Pfalzmarktwegs ist am Montagabend eines der Themen im Ruchheimer Ortsbeirat gewesen. Außerdem ging es um einen verkrauteten Fahrradweg, die Belegzahlen an Kitas und Grundschule sowie um die Frage, ob am Einkaufsmarkt Treff 3000 ein Zebrastreifen eingerichtet werden könnte.
Wenn alles glatt läuft, kann mit dem Bau des Pfalzmarktwegs dieses Jahr begonnen werden. So lautet die Einschätzung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR), das im Ortsbeirat am Montag seine Pläne vorlegte. Danach soll der Wirtschaftsweg, der seit Langem zur Entlastung des Straßennetzes von landwirtschaftlichem Verkehr vorgesehen ist, an der Mutterstadter Straße starten und von dort aus über eine weite Strecke dem Floßbach folgend bis hinunter zum Pfalzmarkt führen. Konkret kann es laut DLR im August oder September losgehen – allerdings beim Pfalzmarkt und nicht in Ruchheim. Dort sei an einen Baustart vor November nicht zu denken, weil der Beregnungsverband erst die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen müsse. Nach Angaben des DLR wird der befestigte Weg am Ende fünf Meter breit sein – also breiter als gewöhnliche Wirtschaftswege. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass er Bahnschienen und Autobahnen queren muss, führen dazu, dass aktuell mit Kosten in Höhe von 3,95 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 2,6 Millionen Euro gerechnet wird. Das Land habe bereits eine Förderung von 55 Prozent bewilligt, jetzt fehle nur noch die Zustimmung von Stadt und Landkreis. Mit dem Pfalzmarktweg hing auch ein weiterer Tagesordnungspunkt zusammen: Die Gemarkungsgrenzen zu Mutterstadt wären nach der DLR-Planung diagonal durch den Weg verlaufen. Damit der künftig ganz auf Ruchheimer Land liegt, haben die Räte beider Orte den Tausch von 2850 Quadratmetern Fläche beschlossen. Mit einem Antrag machte die SPD-Ortsbeiratsfraktion zudem die Verkrautung des Fahrradwegs entlang der L 525 zum TV Ruchheim zum Thema. Die Strecke sei dermaßen überwuchert, dass sie eine Gefahr vor allem für Kinder auf dem Weg zum Sportverein darstelle. Daher solle die Verwaltung ihn wieder so herrichten, dass er regulär benutzt werden könne. Der Antrag wurde vom Ortsbeirat ebenso einstimmig entschieden wie der, in dem es um einen Zebrastreifen oder eine andere Querungshilfe für die Maxdorfer Straße auf Höhe des Einkaufsmarkts Treff 3000 geht. Die Situation dort hält die SPD wegen der Unübersichtlichkeit und zu schnell fahrender Autos ebenfalls für gefährlich – und bittet die Verwaltung deshalb um eine Überprüfung. Dass die Astrid-Lindgren-Grundschule bis auf Weiteres zweizügig bleibt, haben zwei ähnlich lautende Anfragen von SPD und CDU ergeben. Nach Angaben der Stadtverwaltung steigen die Schülerzahlen bis 2020/21 voraussichtlich nicht so stark an, dass ein dritter Zug nötig wird. Auch die Schaffung weiterer Kita-Plätze ist nach Angaben der Verwaltung fürs Erste nicht geplant. Die Zahl der zwischen Zwei- und Sechsjährigen liege seit Jahren bei 180 bis 195, so dass die 200 verfügbaren Plätze in Ruchheim ausreichten. Eine Anfrage der Grünen zum besseren Lärmschutz mit Blick auf den Ausbau der Knotenpunkte und das Industriegebiet „Am Römig“ beantwortete die Verwaltung mit dem Hinweis, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte auch bei Zugrundelegung der höchstmöglichen Auslastung nicht erreicht würden. (yns)