Handball Pfälzer im Halbfinale der Deaflympics
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGSV) darf auf eine Medaille bei den Deaflympics, den Olympischen Spielen der Gehörlosen, hoffen. Die von dem pfälzischen Trainerteam um Bundestrainer Alexander Zimpelmann (Freinsheim) betreute deutsche Auswahl erreichte nach den Siegen gegen Serbien (30:25), Kenia (43:17) und Gastgeber Brasilien (43:20) sowie dem Nichtantritt von Kamerun vorzeitig als Gruppensieger das Halbfinale.
Am heutigen Freitag (19 Uhr) trifft Deutschland auf den Deaflympic-Sieger von 2017, die Türkei. Im zweiten Halbfinale stehen sich Kroatien und Serbien gegenüber. „Das Spiel gegen die Türkei wird ein ganz anderes Spiel, auf das wir uns konzentriert vorbereiten“, sagte Zimpelmann. Der 51-Jährige musste persönlich auf einen Teil der Vorbereitung verzichten, da er auf das Coronavirus positiv getestet wurde und sich noch in Quarantäne befindet. Die Trainingsleitung übernahmen die beiden Co-Trainer Sven Labitzke (Mutterstadt) und Jan Willner (Deidesheim), die gemeinsam mit Jonas Suchalla (Videoanalyst/Lambsheim) und Physiotherapeutin Julia Heilmann (Mutterstadt) das pfälzische Team bilden.
Im 14-köpfigen deutschen Aufgebot stehen insgesamt sieben Mitglieder (Dominik Götz, Joshua Hild, Lukas Kaut, Hung Ngoc Le, Felix Werling und Philipp Bayer) des Gehörlosen-Sportclubs (GSC) Frankenthal. Zuletzt gab es bei den Deaflympics 2009 in Taipeh und 2013 in Sofia Bronzemedaillen für Deutschland. 2017 verlor Deutschland die Partie um Platz drei gegen Kroatien.