Ludwigshafen
Personalrochade bei der Polizei
„Die Zukunft hat begonnen“, umriss Michael Dommermuth als Leiter der Kriminaldirektion Ludwigshafen die kleine Personalrochade. Immerhin wurde die unmittelbare Führungsaufgabe in der Kriminalitätsbekämpfung in jüngere Hände übergeben. Für die 38-jährige Carmen Friedek ist es nach der kommissarischen Leitung der Polizeiinspektion Worms nicht nur die Rückkehr zur Kriminalpolizei und zum Polizeipräsidium Rheinpfalz, sondern auch die erste Führungsaufgabe nach ihrem Aufstieg in den höheren Polizeidienst. „Das ist eine neue, aber wohlbekannte dienstliche Heimat“, sagte die Kriminalrätin schmunzelnd, die zwischen 2011 und 2018 in unterschiedlichen Funktionen der Polizeidirektionen Ludwigshafen und Landau, der Kriminalinspektion Ludwigshafens und im Führungsstab des Präsidiums Rheinpfalz aktiv war. Nun, nach weiteren Stationen und dem Studium an der deutschen Polizeihochschule ist sie nach Ludwigshafen zurückgekehrt.
Falscher Wohnort
Sie übernimmt die Stelle von Jens Böhle. Der 43-jährige Kriminaloberrat hat die Dienststelle in den vergangenen fast vier Jahren mit zahlreichen Projekten für die Zukunft aufgestellt. Präsident Litz nannte als Beispiele das flexible Arbeitszeitmodell oder das Pilotprojekt der Onlinevernehmung. Er freute sich deshalb, dass Böhle als Nachfolger Brechts dem Präsidium Ludwigshafen erhalten bleibt. Nur über den Wohnort des 43-Jährigen konnte der Polizeipräsident nur den Kopf schütteln: Böhle lebt im Rhein-Neckar-Kreis und damit auf der falschen Rheinseite. „Was soll das?“
Auch den Wechsel von ZKI-Leiter Stefan Brecht an die Spitze der Kriminaldirektion Kaiserslautern konnte Litz gut nachvollziehen: „Es wäre mehr als merkwürdig gewesen, wenn er diesen Schritt nicht gemacht hätte.“ Fünf Jahre lang bildeten Brecht und sein Team die Speerspitze für die Bekämpfung der Schwerstkriminalität im Präsidiumsbereich. Mittlerweile sind dort deutlich über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Zu Beginn seiner Amtszeit waren es noch 84.
Zu den Aufgabengebieten gehören Wirtschaftskriminalität und Terrorismus sowie Extremismus. Allesamt Bereiche, die ebenfalls gewachsen sind. Dabei sei er stets offen, fair, emphatisch und diplomatisch gewesen. „Sie haben das Präsidium Tag für Tag um diese Fähigkeiten bereichert“, so Litz, der dem 48-Jährigen aus dem Kreis Südliche Weinstraße die besten Wünsche mitgab. Dieser gab die guten Wünsche an seinen Nachfolger weiter: „Es ist eine schöne, aber auch anspruchsvolle Stelle.“ Jens Böhle freut sich darauf: „Es ist eine spannende Dienststelle mit einer enormen Bandbreite. Aber ich übernehme ein gut bestelltes Feld“, sagte er.
Die Polizei sucht für ein Pilotprojekt eine/einen Intergrationsbeauftragte/n. Ein Interview dazu finden Sie hier.