Ludwigshafen Oppau schiebt sich auf den zweiten Platz vor

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LUDWIGSHAFEN. Der Saisonstart der Zweitliga-Faustballer des TB Oppau ist geglückt. Mit den beiden mühevollen Heimsiegen gegen den TV Weisel und TV Käfertal II am vergangenen Wochenende entschied die Mannschaft des Trainerduos Matthias Bog/Thomas Blümbott drei der ersten vier Saisonspiele für sich.

„Die vier Punkte waren sehr wichtig und lassen sich auch mit Blick auf die Tabelle super anschauen“, freute sich TBO-Kapitän Maximilian Breier über die zwei Heimsiege in eigener Halle und den daraus resultierenden zweiten Tabellenplatz. Es war allerdings eine mühevolle Arbeit für die Oppauer, bis die beiden Erfolge endlich eingefahren waren. Meistens hatten sie Mühe mit sich selbst: Legte der TBO in der Auftaktbegegnung gegen den TV Weisel zunächst los wie die Feuerwehr und entschied den ersten Satz mit 11:5 klar für sich, quittierte er im darauffolgenden eine unnötige 10:12-Satzniederlage. „Wir haben sehr konzentriert angefangen und genau das umgesetzt, was wir wollten. Wir haben mit viel Auge agiert und dem Gegner unser Spiel aufgezwungen“, blickte TBO-Angreifer Jan-Philipp Gerhardt auf den ersten Satz zurück, ergänzte jedoch: „Danach konnten wir den Druck aber nicht mehr richtig aufrecht erhalten. Es wurde somit zu einem Charakterspiel.“ Stichwort Charakter: Genau diesen zeigten die Oppauer. Die Begegnung stand sinnbildlich für die Weiterentwicklung, die die Truppe um Breier, Gerhardt, Manuel Ullrich, Christof Jugel, Timo Bernhardt, Max Kerbeck, Alexander Jakoby und Viktor Maurer bis jetzt durchlebt hat. Wäre sie in der Vergangenheit nach den vermeidbaren Rückschlägen im zweiten und vierten Satz mit hoher Wahrscheinlichkeit eingeknickt, zeigte sie nun, wie sehr sie gereift ist. Stark, wie Jugel selbst noch unerreichbar wirkende Bälle aus den Ecken fischte. Beeindruckend, mit welcher Energie die Oppauer den entscheidenden fünften Satz unbedingt gewinnen wollten. Der 3:2 (11:5; 10:12; 11:5; 4:11; 11:3)-Erfolg war am Ende der verdiente Lohn. „Wir haben es nicht verstanden, den Gegner weiter zu beschäftigen. Dadurch kam er wieder ins Spiel zurück und es wurde noch mal unnötig eng. Aber wir waren klar die bessere Mannschaft und haben das in einem konzentriert vorgetragenen letzten Satz auch gezeigt“, schnaufte Bog tief durch. „Gegen Käfertal müssen wir nun vor allem vorne konzentrierter verteidigen“, gab Gerhardt die Richtung für die zweite Begegnung vor. Dies funktionierte gegen den bislang noch sieglosen TVK II auch recht gut. Doch die Fehler auf Oppauer Seite luden die Gäste regelrecht zu einfachen Punktgewinnen und dem folgerichtigen 11:7-Satzgewinn ein. Erst ab dem zweiten Satz bekam der TBO seine Fehlerquote besser in den Griff und beherrschte damit auch Ball und Gegner. 3:1 (7:11; 11:7; 11:7; 11:3) stand am Ende auf der Anzeigetafel. Der dritte Sieg im vierten Saisonspiel war unter Dach und Fach. „Wir haben etwas gebraucht, bis wir ins Spiel reingefunden haben. Wichtig ist, dass wir den Rückstand noch aufgeholt und die Partie somit gut beenden konnten“, zog Breier ein zufriedenes Fazit. Den guten Saisonstart können die Oppauer noch etwas länger genießen. Der dritte Spieltag findet erst am fünften Dezember statt. Dann kommt es allerdings zum Spitzenspiel beim noch ungeschlagenen Tabellenführer TSG Tiefenthal. (koep)

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