Ludwigshafen Omikron: Stadt setzt auf Homeoffice
„Wir tun alles, um für die Menschen in Ludwigshafen die Daseinsvorsorge der Kommune aufrechtzuerhalten sowie den bestmöglichen Schutz unserer Mitarbeiter zu gewährleisten“, versichert ein Stadtsprecher. Um die Infektionszahlen einzudämmen, setze die Verwaltung auf die strikte Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Dazu gehöre, Kontakte auf ein Minimum einzuschränken, Abstand-, Hygiene- (Händewaschen und Masken) und Lüftungsregeln zu befolgen und die Vorgabe, mobiles Arbeiten (Homeoffice) konsequent zu nutzen, wo dies möglich ist.
Auch mit Tests sollen Infizierte in der Verwaltung schnell identifiziert werden. Die Stadt stellt ihren Mitarbeitern pro Woche zwei Selbsttests zur Eigenkontrolle zur Verfügung. Auch geimpfte und genesene Mitarbeiter sollen sich regelmäßig testen lassen, um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten.
1600 mobile Arbeitsplätze
Von den rund 3900 Mitarbeitern der Stadt arbeiten etwa 2000 in Verwaltungsjobs. Mittlerweile hat die Stadt rund 1600 Arbeitsplätze für mobiles Arbeiten eingerichtet sowie Videokonferenzen und WLAN-Lösungen umgesetzt, die Kommunikation und das Arbeiten von überall ermöglichen und erleichtern sollen.
Nicht erst seit Ausbruch der Pandemie beschäftige sich die Stadtverwaltung mit den Anforderungen der Digitalisierung der Arbeitsplätze, sagt ein Sprecher. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) habe nach ihrem Amtsantritt 2018 das mobile Arbeiten vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert. Mit einer „Dienstvereinbarung zum Mobilen Arbeiten“, die seit 1. August 2020 gilt, wurde in der Pandemie die Möglichkeit von mobilem Arbeiten ausgeweitet.
Flexible Modelle
Die Stadt ermögliche flexible Arbeitsmodelle. Voraussetzung dafür sei, dass die Tätigkeit dafür geeignet sei. Je nach Erfordernis könnten Mitarbeiter von zu Hause, unterwegs oder in Dienstgebäuden arbeiten. Daher lasse sich die Anzahl der Laptops nicht damit gleichsetzen, wie viel von zu Hause aus gearbeitet werde, so die Stadt.
In eigenen Bereichen sei eine Präsenz unbedingt erforderlich: Etwa bei Erziehern, Feuerwehrleuten, Müllwerkern, Einsatzkräften des Kommunalen Vollzugsdiensts und des Ordnungsamts, der Verkehrsüberwachung, des Standesamts oder des Bürgerservices. Auch wenn Omikron im Anmarsch ist, Homeoffice kann für die Verwaltung daher nur eine Teillösung sein.
Wie sich Polizei, Feuerwehr und TWL auf die neue Virusvariante vorbereiten, lesen Sie hier.