Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Junger Neuzugang verstärkt Arminia-Defensive

Verstärkung in der Defensive: Pascal Nicklis feierte sein Stardebüt gegen Karbach.
Verstärkung in der Defensive: Pascal Nicklis feierte sein Stardebüt gegen Karbach.

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen ist in der Liga auf dem Vormarsch. Ein junger Verteidiger, der in der Winterpause kam, soll dazu beitragen, den Kurs zu halten.

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen ist zwar im Verbandspokal ausgeschieden, aber in der Liga läuft es so gut wie lange nicht mehr. Der Verein blickt auf eine Serie von vier Siegen in Serie zurück (13:4 Tore) und liegt in der Rückrundentabelle auf Rang drei, punktgleich mit dem Zweiten VfR Wormatia Worms. Dies bewirkte ein Vorrücken auf den neunten Tabellenplatz, inklusiv eines bequemen Sicherheitspolsters zu den Abstiegsplätzen. Nämlich acht Zähler auf Rang 16 und immerhin sechs auf Platz 15, der aber nur den Abstieg bedeutet, wenn in Ober- und Regionalliga alles gegen die Südwestvereine läuft.

„Ja, wir haben den 4:3-Sieg gegen Karbach am Samstag etwas gefeiert“, blickt Trainer Chris Chorrosch auf das emotionale Ende dieser Partie zurück. Der Sieg könne dem Team einen Impuls geben und sei wichtig für das Selbstvertrauen gewesen. Deshalb könne der FCA am Sonntag, 14 Uhr, mit breiter Brust ins Auswärtsspiel beim Tabellensechsten RW Koblenz gehen. Das Hinspiel haben die Rheingönheimer 0:1 verloren. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das wir auch hätten gewinnen können“, blickt der Coach zurück. Damals verlor die Arminia nicht nur drei Punkte, sondern auch noch die Defensivspieler Lukas Kebernik und Jamie Tahedl, die in der zweiten Hälfte die Rote Karte sahen. Insgesamt war es eine unglückliche Niederlage.

Premiere in Startformation

Zum ersten Mal stand Pascal Nicklis am vergangenen Samstag in der Startformation der Arminen. Der Außenverteidiger war in der Winterpause vom Ligarivalen Wormatia Worms gekommen. „Worms hat mir signalisiert, dass man nicht mehr auf mich baut. Und ein halbes Jahr auf die Bank setzen wollte ich mich nicht“, erklärt der 21-jährige Abwehrspieler. Er nahm Kontakt mit Arminia-Spieler Martin Amoako auf, den er schon seit etlichen Jahren kennt und mit dem er in der Jugend beim LSC zusammengespielt hatte. Die Gespräche mit den Ludwigshafenern verliefen positiv und mündeten in einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison.

„Ich habe bei den Bambini des LSC als Stürmer begonnen und war bis zu den C-Junioren dort“, erinnert sich Nicklis. Über den JFV Ganerb kam er zum 1. FC Kaiserslautern, wo ihn sein erster Trainer, der ehemalige Bundesligaspieler Stefan Meissner, zum Verteidiger umschulte. „In einem Freundschaftsspiel gegen Darmstadt 98 habe ich zum ersten Mal diese Position bekleidet und sie nicht mehr abgegeben“, berichtet Nicklis. Gegen Karbach spielte er am Samstag links, was auch seiner Beidfüßigkeit geschuldet ist. Rechts spiele er den Ball einen Tick präziser, aber als Linksverteidiger fühle er sich ebenfalls wohl.

Geboren in Ludwigshafen

Der gebürtige Ludwigshafener Pascal Nicklis, der in Oggersheim wohnt, hat für den FCK und Worms knapp 100 Oberligaspiele bestritten und ist trotz seines Alters schon erfahren. In der vergangenen Runde bestritt er für die Wormatia noch 37 von 38 möglichen Partien in der Oberliga. Trainer Chorrosch freut sich über die Verpflichtung. „Pascal ist ein sehr guter Fußballer, technisch stark und mit gutem Aufbauspiel“, beschreibt der Coach den Mann, der beim FCA die Rückennummer 29 trägt. Er sei allerdings noch nicht völlig fit und noch nicht auf dem Level, auf dem ihn der Übungsleiter sehen will. Das sieht der Oggersheimer genauso: „Wenn ich bei 100 Prozent bin und meine Leistung konstant abrufe, kann ich mir einen Stammplatz erkämpfen.“

Sicherlich ist die Konkurrenz auf den beiden Verteidigerpositionen sehr groß, aber Nicklis, der eine Ausbildung im IT-Bereich beginnen wird und sich dann um die Bereiche Software und Netzwerk kümmern soll, hat genügend Selbstvertrauen, um sich durchzusetzen. Der Auftakt bei der Arminia war jedenfalls positiv. „Wir haben die Stadtmeisterschaft in der Halle gewonnen und zweimal in der Liga. Das Aus im Pokal war allerdings schade“, sagt der 21-Jährige.

In Koblenz muss Chorrosch die zuletzt siegreiche Mannschaft aber umbauen, denn Wal Fall sah wegen einer „Notbremse“ die Rote Karte und ist gesperrt. „Die Karte kann man geben“, glaubt der Trainer. Lukas Kebernik, der Weisheitszähne gezogen bekommen hat, ist wieder zurück im Training. Er wäre eine positionsgetreue Alternative für Fall. Eine andere Möglichkeit wäre das Startelfdebüt für Winterverpflichtung Jhon Mosquera, der über 25 Minuten gegen Karbach überzeugte. Chorrosch denkt aber auch angesichts des weiträumigen Platzes in Koblenz darüber nach, mit einer Fünferkette in der Abwehr zu beginnen.

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