Handball Oberliga: FSG Friesenheim/Hochdorf 3 mit Remis gegen Offenbach

Sechs Treffer: HSG-Spieler Malte Dorra erzielt das 6:3.
Sechs Treffer: HSG-Spieler Malte Dorra erzielt das 6:3.

Im Derby gegen den TV Offenbach sicherte sich Aufsteiger FSG Friesenheim/Hochdorf 3 den ersten Punkt in der Oberliga. Nach dem 25:25 (13:11) überwog bei den Gastgebern aber die Enttäuschung.

Sechs Sekunden fehlten den Gastgebern zum ersten Saisonsieg. „Am Ende fehlt uns ein wenig die Cleverness, um einfach die Zeit herunterzuspielen“, haderte HSG-Trainer Nik Dreyer. Tatsächlich hatten die Gastgeber 33 Sekunden vor Schluss den Ball, war Offenbachs Maximilian Daum mit einer klaren Roten Karte vom Feld verwiesen worden. „Und dann suchen wir zu schnell den Abschluss und erlauben Offenbach noch einen Angriff“, analysiert Dreyer. Die Gäste nutzten diese Einladung, kamen durch Sebastian Mohra zum nicht mehr erwarteten Ausgleichstreffer, der sich für die Friesenheim/Hochdorfer letztlich wie eine Niederlage anfühlt. Trotzdem nimmt Dreyer Positives mit: „Wir haben jetzt fast in jedem Spiel gezeigt, dass wir mithalten können. Heute haben wir daraus zumindest einen Punkt geholt.“ Ein Punkt gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel immerhin.

Tatsächlich waren die Gastgeber verhalten ins Spiel gestartet, liefen zunächst einem Rückstand hinterher, aber Malte Dorra blies zur Aufholjagd, machte mit drei seiner insgesamt sechs Treffern in Serie aus dem 3:3 (8.) eine 6:3-Führung (10.). Wir haben den Schalter gefunden, aber leider insgesamt zu viel liegenlassen“, fasste Dreyer den ersten Durchgang zusammen. Aus dem zwischenzeitlichen 11:6-Vorsprung (20.) nahmen die Gastgeber gerade einmal noch eine Zwei-Tore-Führung (13:11) mit in die Pause. Und eine Rote Karte außerdem. Levin Bohn war im Zweikampf einen halben Schritt zu spät gekommen, die Schiedsrichter bewerteten seinen Einsatz außerdem als Angriff in den Arm des Gegenspielers. Sehr zum Ärger der Vorderpfälzer. „Zwei Minuten hätten es in diesem Fall auch getan“, klagt Dreyer.

Überhaupt haderten die Gastgeber immer wieder mit den Schiedsrichtern. Nicht allein mit deren Entscheidungen, sondern vor allem mit deren Geduld im Angriffsspiel der Gäste. „Es hat unheimlich lange gedauert, bis einmal der Arm für das Zeitspiel nach oben ging“, sagt Dreyer. Und weil die HSG-Abwehr Maximilian Daum (10/2) auf Halbrechts nie so richtig in den Griff bekam, hatten die Offenbacher immer auch eine Notantwort parat. So lagen beide Mannschaften beim 19:19 (44.) wieder gleichauf. Und trotzdem hatte der Aufsteiger die besseren Karten, legte bis zum 23:20 (52.) wieder ein kleines Polster vor. Nicht genug. Auch weil nach dem 25:23 (56.) durch Moritz Schultz kein weiterer Treffer mehr gelang. „Da hat uns ein wenig die Erfahrung gefehlt“, bilanziert Dreyer.

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