Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminia-Trainer vermisst in Engers den Biss

Traf in Engers: Arminias Adnan rizvanovic (links).
Traf in Engers: Arminias Adnan rizvanovic (links).

Die Negativserie des Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen hält an. Das Team unterlag am Samstag beim FV Engers 3:4 (2:1) und hat somit die vergangenen fünf Partien verloren. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus.

Der Start war optimal, denn Adnan Rizvanovic gelang auf Vorarbeit von Steffen Straub und einem guten Laufweg zum ersten Pfosten das Führungstor (1.). „Das Tor hätte uns Sicherheit und Selbstvertrauen geben müssen, aber wir hatten über die gesamten 90 Minuten Probleme mit der Zweikampfführung und in puncto Intensität“, sagt Trainer Chris Chorrosch. Engers war nach dem frühen Rückstand die aktivere Mannschaft und so war das 1:1 von Enrico Rössler keine Überraschung (24.). „Da hat der FVE nach einem Ballgewinn gut umgeschaltet und souverän abgeschlossen“, schildert der Coach den Treffer.

Die Gelegenheit zum 2:1 für den FCA hatte erneut Rizvanovic, dessen Heber über den Torwart aber das Ziel verfehlte (33.). In einer ersten Halbzeit mit wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten musste dann ein Eigentor von David Eberhardt per Kopf herhalten, um die Gäste erneut in Führung zu bringen (44.). „Wir hatten die größeren Spielanteile, waren technisch das bessere Team, hätten aber in vielen Fällen energischer sein müssen“, monierte Chorrosch. Doch beim Gang in die Kabinen führten die Ludwigshafener immerhin noch.

Geschenke an Gastgeber

Das änderte sich nach Wiederanpfiff aber rasch. „Engers hat von zwei Geschenken unsererseits profitiert“, spielt der Trainer auf die Entstehung des 2:2 und des 3:2 an. Zuerst habe Innenverteidiger Lukas Kebernik einen riskanten und zu kurzen Rückpass gespielt, was Rössler eiskalt zum Ausgleich nutzte (51.). Den Treffer hatte die Arminia noch nicht verdaut, da ließ Torwart Kevin Urban einen Distanzschuss von Jonas von Haacke durch die Hände rutschen (58.). Acht Minuten später stellten die Einheimischen die Weichen endgültig auf Sieg. Den Schuss von Kevin Lahn parierte Urban zwar, aber gegen den nachsetzenden Justin Klein war er machtlos.

„In der verbleibenden Zeit haben wir uns zu oft in Einzelaktionen verstrickt und waren nicht zwingend genug“, analysiert der Übungsleiter. So reichte es nur noch zu einem Distanzschuss von Straub zum 3:4 (78.). In den letzten Minuten gab es zwar einen Schuss von Rizvanovic, den der Torhüter der Gastgeber abwehrte sowie einen Abschluss von Joker Martin Amoako, aber gefährlich wurde der FCA nicht. „Ich muss dem Team den Vorwurf machen, dass der Gegner den Sieg mehr wollte. Wir haben nicht verloren, weil wir die schlechteren Fußballer haben, sondern weil Engers mehr Biss hatte“, bilanziert Chorrosch. Zu allem Überfluss verletzte sich Wal Fall an der Leiste und musste ausgewechselt werden.

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