Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Nur Gewitterwolken lassen FC Arminia Ludwigshafen hoffen

Arminia-Trainer Chris Chorrosch
Arminia-Trainer Chris Chorrosch

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen zeigt bei der Niederlage beim TSV Schott Mainz eine erschreckend schwache Leistung.

Von den Anhängern des FC Arminia Ludwigshafen, die am Samstag ihre Mannschaft zum Auswärtsspiel des ersten Spieltages der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bei Schott Mainz begleitet hatten, verließ nach dem Abpfiff keiner die Bezirkssportanlage Mainz-Mombach mit freudigem Gesicht. Mancher gab seiner Unzufriedenheit aufgrund der Ludwigshafener Harmlosigkeit im Angriff auch mit deftigen Worten Ausdruck.

„Wir freuen uns, dass rechtzeitig zum ersten Heimspiel das Dach unserer Tribüne fertig geworden ist. Jetzt haben sie bei Regen Schutz bei Sonnenschein Schatten“, verkündete der Mainzer Stadionsprecher Robert Skarupke, während er die Zuschauer begrüßte. Sonne und Regen wechselten sich auch ab, und als sich während der zweiten Hälfte dunkle Gewitterwolken begleitet von Donnergrollen näherte, keimte beim FC Arminia trotz eines 0:3-Rückstandes Hoffnung. Dies allerdings nicht aufgrund des Vertrauens in die eigene Leistungsstärke. sondern mit Blick darauf, dass das Spiel wegen Blitzen abgebrochen und wiederholt werden müsste Das Gewitter zog jedoch an Mombach vorbei.

Geschenkte Tore

Bereits in der fünften Minute brachten sich die Rheingönheimer selbst auf die Verliererstraße. Der Mainzer Ismael Wiegand drang von links in ihren Strafraum ein, und Rik Hiemeleers foulte ihn danach völlig unnötig. Den Foulelfmeter verwandelte Etienne Portmann souverän zum 1:0 (6.). Danach sahen die 200 Zuschauer eine halbe Stunde lang eine ausgeglichene Partie, in der sich auf beiden Seiten keine einzige Torchance ergab. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld. Kam der Ball in die Nähe eines Strafraums, waren die abschließenden Flanken und Pässe zu ungenau, so dass sowohl Urban als auch der Mainzer Schlussmann Robin Balters nie ihr Können beweisen mussten.

„In der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte haben wir uns leider selbst auf die Verliererstraße gebracht“, bedauerte Arminia-Trainer Chris Chorrosch. Beide Treffer, die zur 3:0-Halbzeitführung der Gastgeber führten, waren Geschenke seiner Mannschaft. In der 43. Minute spielten sich die Mainzer Ismael Wiegand und Silas Schwarz kurz vor dem Ludwigshafener Torraum den Ball zunächst zu, dann plötzlich zurück zu Jost Mairose, der von der Strafraumgrenze abzog und Urban mit seinem Flachschuss ins linke Eck keine Abwehrchance ließ. Zwei Minuten später fiel das 3:0. Portmann spielte im Arminia-Strafraum Schwarz an, die Gäste brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass der frei vor Urban stehende Jacob Roden plötzlich in Ballbesitz kam problemlos zum dritten Treffer des Regionalliga-Absteigers einschob.

Fokus auf Pokalduell

Dem Vorderpfalz-Derby gegen TuS Mechtersheim, der wie der FC Arminia Ludwigshafen in der vergangenen Saison den fast schon sicheren Abstieg doch noch vermied, am kommenden Samstag, 17 Uhr, bei der Premiere auf dem neuen Rheingönheimer Kunstrasenplatz kommt daher schon große Bedeutung zu. „Unsere Konzentration gilt jetzt erst aber erst einmal dem Verbandspokalspiel am Mittwoch beim ASV Fußgönheim“, meinte Chorrosch.

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