Ludwigshafen „Noch größer und bunter“

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Eine Woche lang war der Kolonieparkplatz das Festgelände der BASF zum 150-jährigen Bestehen des Konzerns. Rund 45.000 Aniliner waren – wie berichtet – bis Samstag zu Gast. Am Sonntag hat sich das Fest der Vielfalt mit einem beeindruckenden Lufttheater aus Musik, Gesang, Akrobatik und Poesie verabschiedet. 8000 Gäste genossen das Nachbarschaftsfest. Aber es klangen durchaus auch kritische Töne an.

„Ich glaube, dass einige Leute und besonders die heutigen Rentner sauer sind, weil sie keine Einladung bekommen haben“, meinte Ruheständlerin Margarete Siefert aus Friesenheim. Sie war bereits am Montag gemeinsam mit ihrer Tochter zu Gast und wusste um die große Anstrengung, die das Stammwerk des Chemieriesen für ein buntes Fest unternommen hatte. Aber zu einem „Dankeschön an die Mitarbeiter, die die BASF zu dem gemacht haben, was sie ist“, wie es Vorstandsmitglied Margret Suckale formuliert hatte, gehöre eben auch und gerade der Dank an die Mitarbeiter in früheren Jahren, waren sich Siefert und ihre Freundinnen einig. Andere Besucher der „Märchenlandschaft“ (Suckale), die ihren ganzen Charme erst durch die Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit voll entfaltete, sahen es weit weniger kritisch. „Wir sind jedes Jahr hier und waren schon sehr gespannt, was sich die BASF alles einfallen lässt“, berichtete Ulrike Ginkel, die mit ihrer Freundin normalerweise das Kellereifest besucht, aber auch gerne auf dem Nachbarschaftsfest war. Was die Besucher erlebten, war vor allem eine unglaubliche Bandbreite. Aufgeteilt in sechs Bereiche, die sich durch die Bestuhlung und damit durch die Atmosphäre unterschieden, gab es an fast jeder Ecke Musik, Akrobaten oder ein Bühnenprogramm – und vor allen Dingen jede Menge zu essen und zu trinken. „Ich war am Montag mit meiner Frau schon einmal hier, aber heute wollten auch die Kinder sehen, wie es ist. Ich finde, es ist ein richtig tolles Fest für alle geworden“, sagte BASF-Mitarbeiter Michael Schollenberger, der als direkter Anwohner ohnehin in jedem Jahr Stammgast auf dem Kolonieparkplatz ist. „Aber in diesem Jahr ist alles noch einmal eine Nummer größer und bunter. Ich finde es richtig gut gelungen“, sagte er begeistert, während die Kinder auf eine Fahrt in einer der 24 Gondeln im 33 Meter hohen Riesenrad drängten. Und auch Florian Simmler aus Ludwigshafen freute sich über eine rundum gelungen Veranstaltung: „Es ist bunter, vielfältiger und in jeder Hinsicht vielseitiger als sonst, weil es wirklich für jeden Geschmack etwas gibt. Außerdem ist es perfekt organisiert – eben ganz BASF.“ Dazu passte auch die Aussage von Hans-Peter Neumann, der bei der BASF am Standort Ludwigshafen für den Bereich der Arbeitssicherheit zuständig ist: „Wir hatten auf dem Gelände über sechs Tage keinen einzigen Unfall. Es gab höchstens ein paar Ausfälle – aber auch darauf waren wir vorbereitet.“

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