Ludwigshafen Noch 70 Ausbildungsplätze frei

Mit der Virtual-Reality-Brille konnten Besucher ausprobieren, eine Pumpe zu bedienen.
Mit der Virtual-Reality-Brille konnten Besucher ausprobieren, eine Pumpe zu bedienen.

Beim „Infotag Ausbildung“ der BASF am Samstag haben sich rund 2500 Besucher in der Ausbildungswerkstatt des Stammwerks über die Möglichkeiten in dem Chemiekonzern informiert. Das Besondere in diesem Jahr: „Wir haben für 2019 noch rund 70 freie Plätze in unterschiedlichen Bereichen“, erklärte Ausbildungsleiter Markus Hermann.

„Es ist ein bisschen ungewohnt, aber es macht auch Spaß“, sagte der 15-jährige Tobias Theim aus Worms. Er hatte gerade die Hololens-Technologie in der Industriemechaniker-Ausbildung ausprobiert und mithilfe einer technologisierten Brille eine Seitenkanalpumpe auseinandergenommen. „Virtual Reality spielt auch bei der Ausbildung eine immer größere Rolle“, erklärte Mladen Stupar. „Wir können hier den jungen Leuten mithilfe der Technik zeigen, was auf sie zukommt.“ Und eine Kosteneinsparung sei die virtuelle Übung außerdem: „Natürlich dürfen Auszubildende Fehler machen, aber wenn dann die fünfte Pumpe defekt ist, fragt unsere Instandhaltung mal nach, was bei uns eigentlich los ist“, schilderte Mirko Labroue, der die Chemikanten unter seinen Fittichen hat. Hier tauchen die Auszubildenden sogar völlig in die virtuelle Welt ein. „Jetzt einen Schritt nach vorne, und mit dem Lesegerät mal an den Hebel klicken“, erklärte Thy. Er selbst ist im ersten Ausbildungsjahr als Chemikant und wies seine möglichen Nachfolger in den Umgang mit der Technik ein. Bei seinen Altersgenossen ein leichtes Spiel. „Die meisten gehen sehr offen mit der neuen Technik um.“ Zumal hier vollkommen ungewohnte Eindrücke warten: „Wenn du jetzt mit dem Kopf nach vorne gehst, kannst du mal in die Pumpe eintauchen.“ Und tatsächlich dreht sich plötzlich direkt vor dem Besucher die Turbine. Und eine weitere Erleichterung sei die virtuelle Welt gegenüber den eigentlichen Lernorten: „Wir haben unser Technikum eingescannt, können hier zunächst einmal Grundlagen wie die Standorte der Feuerlöscher oder der Erste-Hilfe-Kästen einstudieren und müssen dafür im eigentlichen Technikum keine Zeiten belegen“, so Labroue. Chemikanten, Industriemechaniker, aber auch Werkschutz oder die Gastronomiebetriebe, duale Studiengänge und viele andere mehr – alle suchen die Arbeitnehmer von morgen. „Wir bilden in jedem Jahr allein hier am Standort rund 900 Auszubildende aus“, sagte Hermann. Und er kennt auch das größte Problem der Eltern und künftigen Schulabgänger. „Es gibt mittlerweile fast schon zu viel Informationen.“ Dabei sei die eigene Erfahrung im Ausprobieren durch nichts zu ersetzen. Genau dafür sei der Informationstag gedacht.

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