Ludwigshafen
Neuer Pavillon für Brüder-Grimm-Schule wird immer teurer
Die Gesamtkosten für eine temporäre Erweiterung der Ludwigshafener Brüder-Grimm-Schule erhöhen sich um 725.000 Euro auf nunmehr 11,135 Millionen Euro. Die Verteuerung hat der städtische Bau- und Grundstücksausschuss am Montagabend ohne weitere Diskussion einstimmig bewilligt.
Mit der Erweiterung in Modulbauweise wurde dem Raumbedarf für eine fünfzügige Grundschule wegen steigender Schülerzahlen Rechnung getragen. Die gegenüberliegende Anna-Freud-Schule soll aufgelöst werden, wenn im Kreisgebiet eine neue Berufsbildende Schule (BBS) errichtet wird. Der Kreistag hat den Neubau einer BBS Ende bereits März 2020 beschlossen. Angedacht ist, das Gebäude der BBS SGH (Anna-Freud-Schule) nach dem Umbau für die Grimm-Grundschule zu nutzen. Wann der Neubau im Stadtteil Süd fertiggestellt und das Bestandsgebäude für eine Umnutzung zur Grundschule zur Verfügung steht, ist derzeit allerdings völlig unklar.
Größerer Raumbedarf muss gedeckt werden
Die Modulbauweise für die Grimm-Schule (Hornstraße 1, Süd) ist für eine Nutzungsdauer von zehn Jahren konzipiert. Zur Pfalzgrafen- und zur Roonstraße hin verfügt das Bauwerk über Holzfassaden, die Fassaden zum Pausenhof und zur Turnhalle werden laut Stadtverwaltung aus brandschutztechnischen Gründen in Faserzement ausgeführt und sind farblich gestaltet. Auf dem als Gründach konzipierten Flachdach wird eine Photovoltaikanlage installiert.
Die ehemalige Pausenhalle musste kurzfristig zu drei Klassenräumen ausgebaut werden, um den anstehenden Raumbedarf zu decken. Dies war erforderlich, da eine Fertigstellung des Modulbaus zum Schuljahresbeginn 2024/25 nicht geklappt hat.
Schulpavillon soll im Sommer in Betrieb gehen
Mit dem Abschluss von Zusatzvereinbarungen zwischen dem Generalunternehmer Jäger Modulbau GmbH + Co. KG und der Stadt, um die Fertigstellung zum Ende der Sommerferien 2026 zu gewährleisten, seien Mehrkosten entstanden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Zusätzlich hätten sich unter anderem durch im Erdreich entdeckte Fundamente einer vorherigen Bebauung, die baubegleitende Kampfmittelsondierung, deren Auswirkungen auf den Bauablauf sowie Leitungsverlegungen weitere Mehrkosten ergeben. Ferner mussten laut Verwaltung weitere Fachingenieure für zusätzliche Planungsleistungen und zur Unterstützung bei der Bauausführung beauftragt werden.
Bei der Vergabe der Außenanlagenarbeiten im Jahr 2026 sei ebenfalls mit Mehrkosten zu rechnen. Der Schulpavillon in Holzbauweise soll zum Schuljahresbeginn 2026/27 in Betrieb gehen.