Gewichtheben Neue Bestleistungen von Yekta Jamali
Die Mannschaft des AC 1892 Mutterstadt erlitt trotz einer ordentlichen Leistung eine Auswärtsniederlage gegen den SSV Samswegen mit 777,6:792,4 (0:3). Der erneute Einzug in das Meisterschaftsfinale war für die Mannschaft bereits im Vorfeld kein Thema mehr.
Im Lager des AC Mutterstadt freute man sich besonders über die neuen persönlichen Bestleistungen von Yekta Jamali. Die 20-jährige Athletin lieferte nach ihrer Flucht aus dem Iran vor drei Jahren ihre bisher besten Wettkämpfe ab. „Alle unsere Athleten haben sich gut verkauft. Aber das war eine bärenstarke Leistung von Yekta, die uns mit ihrem großen Potenzial noch viel Freude in der Zukunft bereiten wird“, sagte der Mutterstadter Sportchef Stefan Mohr. Jamali brachte im Reißen 105 Kilogramm und im Stoßen beim zweiten Versuch 130 Kilogramm zur Hochstrecke. Nach Rücksprache mit dem anwesenden Bundestrainer Tom Schwarzbach verzichtete sie auf ihren letzten Stoßversuch. „Das war ein sehr erfreulicher Wettkampf von Yekta. Im Reißen hat das technisch sehr gut ausgesehen. Im Stoßen hat sie die Last sehr gut umgesetzt. Das war für ein Bundesligakampf richtig klasse“, fasste Schwarzbach die Leistung zusammen.
Das AC-Sextett gab im vorletzten Saisonkampf in Samswegen eine ansprechende Vorstellung ab. In einer voll besetzten Halle lieferte der ACM den Hausherren um den überragenden Gewichtheber des Jahres, Roberto Gutu (175 Kilopunkte), lange Zeit einen offenen Schlagabtausch. Das bessere Ende hatte jedoch Samswegen, das genauso wie Mutterstadt nicht in das Finale Ende April in Heidelberg einziehen wird. Routiniers Nina Schroth (123 Kp) und Max Lang (132 Kp) brachten ihre Versuche trotz Rückenproblemen durch. Piotr Kudlaszyk patzte drei Mal am Eisen, war mit 162 Kilopunkten aber trotzdem der zweitbeste Athlet des Abends. Auch Sara Bechter (111 Kp) und Masterheber Björn Hertrampf (99,6 Kp) verkauften sich ordentlich.
Nach der Niederlage in Samswegen belegt die Staffel des AC Mutterstadt weiterhin den fünften Rang in der Gewichtheber-Bundesliga (10:11 Punkte). Im abschließenden Heimkampf am 22. März gegen den KSV Durlach wollen die Mutterstadter auf jeden Fall wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. „Ein Sieg gegen Durlach mit nochmals einer starken Leistung sind wir unseren Fans schuldig. Dann wird auch wieder unser bulgarischer Topmann Hristo Hristov auf der Bühne stehen“, machte Stefan Mohr Werbung für das Saisonfinale.