Landtagswahl (Wahlkreis 37) Natalie Naringbauer (Linke) fordert mehr Klimaschutz

Natalie Naringbauer
Natalie Naringbauer

„Die desolate Lage unserer Erde und des Sozialsystems“ – diese beiden Faktoren haben Natalie Naringbauer dazu bewogen, bei der Landtagswahl den Hut in den Ring zu werfen. Am 5. Mai wird die gebürtige Frankenthalerin 28 und ist damit nach Pascal Bähr von der AfD (26) die zweitjüngste Bewerberin im Wahlkreis 37. Mitglied der Linkspartei ist sie seit 2019.

„Ich will denen, die keine Stimme haben, eine geben und sie im Parlament vertreten“, betont Naringbauer, die ihre Partei und die dreiköpfige Stadtratsfraktion im Sportausschuss vertritt. Zu ihren Kernthemen für Rheinland-Pfalz zählt sie „mehr Klima- und mehr Tierschutz sowie eine bessere Förderung der Kinder und Jugendarbeit“ in Ludwigshafen und ihrem Wahlkreis. Ferner möchte sie sich dafür einsetzen, dass Tierheime und Tierschutzorganisationen vom Land mehr Förderungen bekommen. „Aktuell obliegt diese Aufgabe den Kommunen, was ich persönlich sehr kritisch sehe“, sagt Naringbauer, die ledig ist, als Servicekraft arbeitet und in Oppau wohnt. Ihr Hobbys sind wandern, lesen und kochen.

Die Pandemie und damit verbundene Kontaktbeschränkungen beeinträchtigen natürlich auch den Wahlkampf der 27-Jährigen, weshalb sie verstärkt über soziale Medien für sich wirbt sowie mit Livestreams auf Facebook und Instagram. Auf diesen Plattformen können ihr Bürger Fragen stellen.

Bau der Stadtstraße „sehr bedenklich“

„Sehr bedenklich“ findet sie den geplanten Bau der ebenerdigen Stadtstraße, die in ein paar Jahren auf einer Strecke von rund 860 Metern die marode Hochstraße Nord ersetzen soll. „Das könnte zu einer Teilung des Hemshofs und der Innenstadt führen“, befürchtet Naringbauer und ergänzt: „Als Ludwigshafener Bürgerin bin ich sehr traurig über den Abriss der Hochstraßen. Sie sind für mich, wie für viele andere Bürger auch, ein Wahrzeichen unserer Stadt.“

Versäumnisse bei Instandhaltung der Trassen

Seit 1988, der letzten Renovierung der Hochstraße Süd, sei die Instandhaltung beider Trassen von den ehemaligen Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen von Legislaturperiode zu Legislaturperiode verschoben worden. „Keine beziehungsweise keiner hat sich so wirklich dafür verantwortlich gefühlt. Insbesondere Eva Lohse (CDU) als Vorgängerin von Amtsinhaberin Jutta Steinruck (SPD), weshalb wir genau in dieser Situation stecken.“

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