Mannheim Nachruf: Trauer um Musiker Uli Krug

Uli Krug
Uli Krug

Der Mannheimer Bassist und Sousaphon-Spieler Uli Krug ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 73 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.

Das teilte sein langjähriger musikalischer Weggefährte Erwin Ditzner der RHEINPFALZ mit. Krug lebte lange in Mannheim und war eine prägende Figur der Musikszene der Metropolregion. Zu seinen bekanntesten Projekten gehörte die Mardi Gras.bb.Geboren wurde Krug am 16. März 1952 in Zeitz (Sachsen-Anhalt). Anfang der 80er Jahre war er es, der Ditzner nach Heidelberg holte, wo Krug Pädagogik studierte. Die beiden machten Straßenmusik, spielten in einer No Wave Band. In Heidelberg knüpften sie Kontakte, die zu vielen neuen Bands führten. Mit Gitarrist Ax Genrich spielten sie in dessen Band Riff. Über ihn kamen beide zu Guru Guru, damals neben Genrich mit dem Mannheimer Gitarristen Hans Reffert. Mit der Sängerin Barbara Lahr gründeten Krug, Ditzner und Reffert Sanfte Liebe, eine überregional bekannte Pop-Rock-Band, bei der auch Gitarrist Michael „Kosho“ Koschorrek mitspielte. Der Straßenmusik blieben Krug und Ditzner treu und gründeten die weltweit agierende Formation Coleümes, zusammen mit Laurent Leroi am Akkordeon.

Krug reiste nach New Orleans, um dort Marching Bands und deren Second Line Stil kennenzulernen, auch Zydeco und weitere Stile aus dem Süden der USA faszinierten ihn. Als die Alte Feuerwache Mannheim nach einer musikalischen Idee für einen Tanz in den Mai anfragte, sammelte Krug Musiker um sich, aus denen die Mardi Gras.bb wurde. In der elfköpfigen Formation spielte Krug Sousaphon. Die Band wurde ein großer Erfolg, auch weil sie einen eigenen Stil und eigene Stücke entwickelte.

In Mannheim startete Krug 2011 ein interkulturelles Straßenmusik-Projekt mit Jugendlichen. Die Idee nahm er mit, als er mit seiner Lebensgefährtin 2015 Mannheim verließ und auf die Ostalb zog. In Schloss Laubach setzte er das Projekt fort. Eigene Bands waren dort die Crazy Horns und Vier Männer von Welt.

x