Ludwigshafen Nachdenkliches und Anregendes

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Nach 20 Jahren im Amt geht Hans-Joachim Schulze, Schulleiter der Grund- und Realschule plus Ludwigshafen-Friesenheim, in den Ruhestand. Rund 30 Gäste haben den Rektor gestern verabschiedet. Seine Schüler ehrten ihn mit zahlreichen Musik- und Theater-Einlagen.

„Ruhig“, „stoisch“, „sachlich kompetent“, „pflichtbewusst“, „weitblickend“ – das sind nur einige Adjektive, mit denen die Gäste in ihren Ansprachen den scheidenden Schulleiter beschrieben. Im Musiksaal der Schule hatten sich unter anderem Bernhard Roschinski, Referent bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Rudolf Leidig von der Stadtverwaltung, der ehemalige Ortsvorsteher Carlo Saxl (CDU) sowie zahlreiche Kollegen von umliegenden Schulen eingefunden. Nachdenkliches und Anregendes gab Schulze in seiner Abschiedsrede seinem Kollegium, der Stadtverwaltung und dem Bildungsministerium für die Zukunft der Schule mit. Er appellierte an Kollegen, den EDV-Unterricht an der Schule weiter auszubauen, denn „die Schüler brauchen immer mehr Medienkompetenz“. Die Lehrer ermutigte er, die Sozialkompetenz bei Schülern auszubauen. Gleichzeitig gab er jedoch zu bedenken, dass in diesem Bereich die Unterstützung durch Schulsozialarbeiter unerlässlich sei, und dankte dem städtischen Jugendamt für die Bereitstellung von gleich zwei solchen Mitarbeitern für die Schule. Schließlich teilte er mit den Anwesenden seine „Langzeitvision einer Ganztagsschule in Angebotsform für die Klassenstufen eins bis sechs“. Derzeit bietet die Schule nur eine Nachmittagsbetreuung für die Klassenstufen eins bis vier an. „Aber der Bedarf für Betreuung über die Grundschule hinaus ist da.“ An diesem „sehr kostspieligen“ Projekt müssten sich jedoch auch Schulträger und Land beteiligen. „Langfristig wäre damit nicht nur den Eltern, sondern vor allem den Kindern geholfen“, sagte der langjährige Rektor. Die Jugendlichen verabschiedeten ihren Schulleiter mit zahlreichen künstlerischen Beiträgen. Die Theater-AG der neunten Klasse etwa führte ein kurzes, aber humorvoll inszeniertes Theaterstück namens „Ab in den Süden – Ein Abschied in einem Akt“ auf. Darin zeichnet Herr Schulze, verkörpert von einem Schüler, in einer typischen Unterrichtsstunde unterbewusst ein Palmenpanorama an die Tafel. Kurz darauf verabschiedet er sich in Hawaii-Hemd, Sonnenbrille und Koffer „ab in den Süden“. In den Süden zieht es Schulze zunächst jedoch nicht. Er plant zusammen mit seiner Ehefrau zunächst eine Reise in die USA. (awac/Foto: Kunz)

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