Ludwigshafen Nach Wasserrohrbruch: Straßenbahnen werden umgeleitet
Der Wasserrohrbruch beschäftigte die Feuerwehr und Mitarbeiter der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) die ganze Nacht. Der Rohrbruch wurde um 17.42 Uhr gemeldet. Wasser sprudelte aus dem Untergrund auf die Frankenthaler Straße. Der betroffene Bereich in Höhe Rohrlach-/Valentin-Bauer-Straße wurde gesperrt, die Straßenbahnen der Linien 4, 4A, 9 und 10 wurden gestoppt und umgeleitet, wie die RNV mitteilte.
Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass die Strecke frühestens am Freitag, 9. April, wieder freigegeben werden kann. Die Gleise seien unterspült worden, auch elektrische Schalteinrichtungen seien durch das Wasser beschädigt worden. Der Autoverkehr auf der Frankenthaler Straße ist weiterhin möglich.
Ursache noch unklar
Nach Angaben der TWL wurde in der Nacht bis um 1.10 Uhr an der Unglücksstelle gearbeitet, um 6 Uhr in der Frühe rückten die Bauarbeiter wieder an. Gebrochen sei eine Wasserhauptleitung. Um den Wasseraustritt zu stoppen sei die Leitung stillgelegt und die Wasserversorgung umgeleitet worden. „Alle Bürger sind mittlerweile wieder mit Wasser versorgt“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Was zu dem Rohrbruch geführt habe und das Schadensausmaß müsse noch ermittelt werden. Im Vordergrund der Arbeiten stehe jetzt erst einmal die Reparatur der Leitung.
Die genaue Lokalisierung des Schadens an dem unterhalb der Straße und direkt neben den Gleisen verlegten Rohr läuft noch. Ein Bagger hat neben den Straßenbahngleisen eine Grube ausgehoben. Zur Dauer der Arbeiten und der Ursache des Wasserrohrbruchs konnten die TWL noch keine Angaben machen. Bis zur Behebung des Schadens könne es in Einzelfällen bei Haushalten weiterhin zu Eintrübungen im Wasser kommen, diese seien jedoch gesundheitlich unbedenklich.
Keller leergepumpt
In der Nacht war aus der defekten Leitung immer wieder Wasser gelaufen, wie die Feuerwehr mitteilte. Es habe einige Zeit gedauert, bis die abgeschieberte Leitung leer gewesen sei. Das Wasser habe sich durchs Erdreich gedrückt. Zeitweise liefen sieben Pumpen mit einem Durchsatz von 12.400 Litern pro Minute, um den Keller eines Firmengebäudes auszupumpen, der neben der Schadenstelle liegt und komplett vollgelaufen war. Das Gebäude steht unmittelbar neben der Leitung. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr des Stadtteils Mitte waren mit zehn Fahrzeugen und 41 Männern bis am Dienstagmorgen im Einsatz.