Waldsee Nach Tötungsdelikt: Tatverdächtiger festgenommen

Der 64-Jährige wurde tot in seiner Werkstatt aufgefunden.
Der 64-Jährige wurde tot in seiner Werkstatt aufgefunden.

(Aktualisiert 11.45 Uhr) Ermittlungserfolg beim Tötungsdelikt in Waldsee: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal und der Kriminalpolizei Ludwigshafen konnte ein 51-jähriger Tatverdächtiger festgenommen werden. Die ungewöhnliche Art einer der benutzten Waffen brachte die Beamten relativ schnell auf die richtige Spur.

Der Mann wird beschuldigt, in Waldsee einen 64-jährigen Werkstattbesitzer getötet zu haben. Am 8. Februar gegen 9.30 Uhr war der Polizei ein toter Mann in einer Werkstatt im Rhein-Pfalz-Kreis gemeldet worden. Der 51-jährige Tatverdächtige, der ohne festen Wohnsitz ist, wurde laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Montag in Edenkoben durch die Polizei kontrolliert und vorläufig festgenommen. Das Amtsgericht Frankenthal erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Totschlags. Mord sei bislang nicht nachzuweisen. Der Tatverdächtige, der sich nicht zur Sache äußerte, wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Mit Armbrust und Plastiktüte

Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber gegenüber der RHEINPFALZ ausführte, habe der Verdächtige wohl zunächst mit einer Armbrust auf den Werkstattbesitzer geschossen, der Pfeil habe noch im Körper gesteckt, als das Opfer gefunden wurde. „Das ist schon nicht alltäglich und hat die Ermittlungen erleichtert“, sagte Ströber. Die Festnahme in Edenkoben sei das Ergebnis dieser gezielten Fahndung gewesen.

Gestorben ist der Waldseer allerdings nach den Ergebnissen der Obduktion nicht durch den Armbrustpfeil, sondern durch Ersticken. Dabei habe der Täter ein Seil und eine Plastiktüte, die er dem Opfer über den Kopf stülpte, benutzt.

Zum konkreten Tatmotiv kann Ströber noch keine Aussagen treffen. „Aber aus den Ermittlungen geht hervor, dass es in der Vergangenheit bereits Streit zwischen dem Beschuldigten und dem Opfer gab“, berichtet er. Dem jetzt Festgenommenen sei auch schon Hausverbot für die Werkstatt erteilt worden.

Zum Tatverdächtigen teilte Ströber auf Anfrage mit, dass es sich um einen 51-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit handelt. Geboren sei er in einem anderen Bundesland. In der Vergangenheit war er der Polizei nicht durch Straftaten bekannt.

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