Ludwigshafen Mutterstadt matt?

Mutterstadt. Die Oberliga-Mannschaft der TSG Mutterstadt steht möglicherweise vor dem Aus. Nachdem der Verein in der abgelaufenen Saison den Klassenverbleib am letzten Spieltag gesichert hatte, verlassen nun mindestens drei TSG-Spieler den Verein aus unterschiedlichen Gründen. Für die Schachabteilung der TSG Mutterstadt stellt sich nun die Frage, ob der Startplatz in der Oberliga wahrgenommen werden soll oder nicht.
Nach Gerd Högerl, der den Verein aus privaten Gründen verlässt, kehren nun auch Robert Völpel und Simon Commercon der TSG den Rücken. Der 27 Jahre alte Commercon nimmt ein Angebot der SG Speyer-Schwegenheim an, die im Frühjahr den Aufstieg in die Zweite Bundesliga geschafft hat. Mannschaftsführer Robert Völpel wechselt nach 15 Jahren zum SK Frankenthal, der in der ersten Rheinland-Pfalz-Liga spielt. Fraglich ist auch die Zukunft von Spitzenspieler Tobias Bärwinkel, der nach einer sehr schwachen Saison mit dem Gedanken einer Auszeit spielt. Ex-Pfalzmeister Fred Feibert, seit zwei Jahren in Mutterstadt, möchte ebenfalls in Zukunft kürzertreten. „Es wäre schade, wenn die Abgänge dazu führen würden, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig in der Oberliga antreten können“, bedauert TSG-Abteilungsleiter Thomas Windecker die jüngste Entwicklung. Aus diesem Grund suche die TSG noch nach geeigneten Spielern, die die entstandenen Lücken zumindest teilweise kompensieren könnten. „Wir möchten Spieler ansprechen, die es sich mit einer Deutschen Wertungszahl von über 2000 Punkten vorstellen können, in der Oberliga zu spielen“, berichtet Windecker weiter. Falls keine Neuzugänge zu gewinnen sind, steht der Verein vor zwei Möglichkeiten: Entweder er startet mit einer Notmannschaft und versucht als Underdog sich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen oder er vollzieht einen Neuanfang mit der bisherigen zweiten Mannschaft in der ersten Pfalzliga. Diese stieg in der gerade abgelaufenen Saison auf und könnte für die verbliebenen Spieler zum Sprungbrett für die zweite Rheinland-Pfalz-Liga werden. Die Meinungen über die zwei Optionen sind bei der TSG Mutterstadt geteilt. In den nächsten Wochen soll nun die Entscheidung über die weitere Strategie fallen. Bis Ende Mai müssen die Vereine des Pfälzischen Schachbundes angeben, in welchen Ligen sie in der Spielzeit 2014/2015 antreten wollen.