Radsport Mutterstadt: Kerweradrennen unter neuer Regie

42. Kerweradrennen: Am Montag geht es wieder auf einem Rundkurs durch Mutterstadt.
42. Kerweradrennen: Am Montag geht es wieder auf einem Rundkurs durch Mutterstadt.

Das Kerweradrennen in Mutterstadt geht in seine 42. Auflage. Mit Benjamin Keller hat ein neuer Organisator das Steuer übernommen. Zwei Teams liefern sich ein Duell.

Trotz eines Generationswechsels im Vorstand hält der Radsportclub (RSC) Ludwigshafen an der Tradition fest. Mit dem 42. Kerweradrennen um den Großen Preis der „Zeller Recycling“ auf dem bewährten kurvenreichen Rundkurs mit Start und Ziel an der Neuen Pforte fällt am kommenden Montag (ab 16.30 Uhr) erneut der Startschuss zu dem Rundstreckenrennen. Nachdem Joachim Speckmann viele Jahre federführend die Aufgabe ausgeübt hatte, hat jetzt Benjamin Keller das Sagen. Der 36-Jährige hält an dem bisherigen Format fest. „Joachim hat mich sehr gut in diese Aufgabe eingearbeitet, dafür bin ich ihm sehr dankbar“, erzählte Keller.

Die Resonanz ist erfreulich. Bei den Amateuren liegen derzeit 64 und bei der Eliteklasse 42 Anmeldungen vor. „Das ist ein gutes Meldeergebnis in Anbetracht der Tatsache, dass die Meldungen eher rückläufig sind“, erzählte Keller. Dabei gehört Mutterstadt neben Neustadt-Duttweiler noch zu den einzigen Kerweradrennen in der Pfalz. „Das wollen wir erhalten und den Radsport in der Vorderpfalz möglicherweise wieder ausbauen“, erklärt der Hobby-Rennsportler, der derzeit an seiner Form arbeitet, um selbst bei einem Kriterium zu starten. So freut er sich, dass in Mutterstadt weitere neue Sponsoren eingestiegen sind, die das Radrennen unterstützen. So habe die Goldschmiedin Limpert beim Amateur-Rennen einen Überraschungspreis ausgelobt. Und erstmals ist auch Edeka Stiegler sowie Floristik Frey dabei. Hinzu kommen noch die Geldprämien aus der Geschäftswelt. So werde bei den Amateuren in jeder dritten und bei der Elite in jeder zweiten Runde eine Geldprämie ausgefahren.

Schwierige Favoritensuche

„Das hat sich bei den Fahrern herumgesprochen, das macht das Rennen so besonders“, so Keller. So sei es bei den Amateuren, bei denen die Master und die U19 mit am Start sind, eher schwierig, einen Favoriten auszumachen. Allerdings hat Florian Werres (RSG Frankfurt/Team Superica) nach seinem zweiten Platz beim Straßenrennen in Bellheim durchaus die Chance auf einen Podestplatz. Der 25 Jahre alte Großhandelskaufmann kommt eigentlich vom Mountainbike-Downhill und fährt erst seit zwei Jahren Straßenrennen. Mit von der Partie ist auch der in Hochdorf-Assenheim lebende Jens Kreuzer (FV Olympia Ramstein/Bike-Loft-Cycling-Team) sowie die Routiniers Markus Bandura (RC Silberpils Bellheim) und Maik Boffo (RIG Vorderpfalz).

Genau 62,4 Kilometer (48 Runden) müssen die Akteure auf dem kurvenreichen Rundkurs im Herzen der Gemeinde bewältigen. Genau sieben Runden mehr bestreiten die Elite-Amateure bestreiten. Deren Startschuss erfolgt um 18 Uhr, wenn es um den Ehrenpreis der Firma Zeller Recycling GmbH geht. Neben der Gemeinde und der Sparkasse hält das örtliche Unternehmen seit über einem Jahrzehnt dem ausrichtenden RSC Ludwigshafen die Treue und sichert damit das Überleben des Kerweradrennens.

Duell zweier Teams

Hier dürfte es diesmal wieder zum Duell zwischen den beiden Teams des RSC Kempten um Kapitän Andreas Mayr sowie dem Team Möbel Ehrmann kommen. Bei den letztgenannten ist aktuell Joshua Asel der Topfahrer, der bisher für das Rennen in Mutterstadt (noch) nicht gemeldet hat. Mit Richard Weinzheimer, Kai Hliza, Marc Dörrie, Philipp Küllmer und Nils Radmacher hat das Team weitere vier Akteure im Kader, die maßgeblich den Rennverlauf prägen können. Dagegen wird die Mannschaft aus dem Ostallgäu diesmal von Mayr, Tim Schlichenmaier, Jonas Schmeiser, Steffen Hannes Greger, Jan Dieteren und Florian Weber vertreten. Da bleibt die Frage, ob Tobias Buck-Gramcko (24), der im Februar im Training der deutschen Bahnrad-Nationalmannschaft auf Mallorca mit weiteren Kameraden von einem PKW-Fahrer schwer verletzt wurde, sich wieder seiner Bestform annähert, um sich für die nächsten internationalen Aufgaben zu empfehlen. Buck-Gramcko, der aus Göttingen stammt und in Mannheim studiert, belegte mit dem Bahnvierer bei den Olympischen Spielen in Paris Rang neun. Die Farben des RSC Ludwigshafen vertritt Christian Arlt.

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