Ludwigshafen
Mundenheim-West: Bewohner beklagen Verschmutzung im Quartier
Seit 2015 hat sich das Wohngebiet Mundenheim-West verändert, weil hier viele neue Wohnungen entstanden sind. Die Folge: Das Quartier setzt sich aus unterschiedlichen soziokulturellen Gruppen zusammen. Die Ökumenische Fördergemeinschaft (ÖFG) will diese Gruppen zusammenzubringen und Konflikte lösen. Um die Probleme der Menschen zu ermitteln, haben die Mitarbeiter eine Bewohnerbefragung initiiert.
Die Bewohner verschiedener Gruppe wurden nach ihrem Leben im Quartier befragt. Bei diesen Menschen handelte es sich jeweils um Geflüchtete, Eigentümer der Reihenhäuser, Bewohner der Sozialwohnungen und Menschen, die in den Notwohnungen der Stadt leben. Bei der zweiten Befragung im vergangenen Sommer wurden die Bewohner der Notwohnungen um ihre Ansichten gebeten.
Schlechte Noten für Sauberkeit
Die Ergebnisse wurden bei einer Teilbewohnerversammlung am Dienstag im Haus der Begegnung präsentiert. An der Befragung im Juli hatten insgesamt 25 von 105 Haushalten teilgenommen. Für die Umfrage wurde ein Fragebogen mit zehn Fragen erstellt. Dieser konnte entweder alleine oder gemeinsam mit den Quartierarbeitern ausgefüllt werden.
Bei der Befragung wurden die Bewohner unter anderem aufgefordert, ihr Quartier nach verschiedenen Kategorien zu beurteilen. Als Bewertungssystem dienten hierbei Schulnoten. Am schlechtesten schnitt dabei die Kategorie Sauberkeit mit einer Durchschnittsnote von 4,6 ab. Die Kategorien Einkaufsmöglichkeiten und Lärmbelästigung wurden beide mit befriedigend bewertet. Am besten beurteilt wurde die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (Durchschnittsnote von 2,9). Speziell der Schmutz und der Lärm im Wohngebiet stören die Bewohner. Hinzu kommen weitere Probleme wie Schimmel, Gewalt, Einbrüche und alkoholisierte Menschen.
Bessere Lebensqualität für Bewohner
Den Quartierarbeitern helfen die Ergebnisse der Umfrage bei der Planung von weiteren Projekten. Ziel sei es, die Sorgen und Hoffnungen der Bewohner zu erkennen und dadurch eine Veränderung zu gestalten, erklärte Uwe Frey von der ÖFG. Die Menschen des Quartiers stünden hierbei im Mittelpunkt und sollen aktiv mitgestalten. Allerdings sei die Quartiersarbeit langwierig. Zurzeit befinde sie sich noch in der Anfangsphase.
Bis große Veränderungen erkennbar würden, werde es noch einige Jahre dauern. Trotzdem arbeitet die ÖFG stetig daran, das Leben der Bewohner zu verbessern und die verschiedenen Gruppen zusammenzuführen. Die ersten Nachbarschaftsfeste wurden bereits gefeiert, und auch die nächste Bewohnerbefragung ist schon in Planung.