Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mundenheim scheitert am jungen TuS-Keeper

Mundenheims Yannick Treiber (links) kommt nicht an Dandenbergs Torwart Michel Fiedler vornei.
Mundenheims Yannick Treiber (links) kommt nicht an Dandenbergs Torwart Michel Fiedler vornei.

Die VTV Mundenheim haben das heiß umkämpfte Drittliga-Derby bei TuS Dansenberg mit 24:29 (13:16) verloren. Dabei wuchs TuS-Torwart Michel Fiedler vor voll besetzten Rängen über sich hinaus und hielt den Sieg fest.

Darauf, dass Fiedler in der Schlussphase zum Matchwinner avancieren sollte, deutete zunächst wenig hin. Der 19-jährige Keeper hatte bis zu seiner Auswechslung beim Stand von 13:13 (22.) gerade mal drei Paraden vorzuweisen – am Ende waren es 14. Alleine in den letzten zehn Minuten wehrte der Neuzugang aus der Kaderschmiede des SC Magdeburg neun von zehn Würfen ab. Auch dank seiner Paraden wurde die Dansenberger Sporthalle ab Mitte der zweiten Halbzeit zum Hexenkessel.

Die Gäste aus Mundenheim waren ab da völlig von der Rolle und erzielten ab der 45. Minute nur noch zwei Tore. Fiedler hielt überragend und ebnete seiner Mannschaft den Weg zum fünften Saisonsieg. „Die Abstimmung mit der Abwehr hat in den ersten 20 Minuten nicht gestimmt. Ab einem gewissen Grad bist du dann so im Tunnel, wie du dir das als Torhüter wünschst. Und genau das ist dann in der zweiten Halbzeit passiert“, sagte Fiedler, der bereits gegen Ende der Partie mit Sprechchören als „bester Mann“ gefeiert wurde.

Die Zuschauer bekamen von Anfang an ein kampfbetontes Spiel zu sehen, in dem die Hausherren nur ein einziges Mal hinten lagen: Aaron Schleidweiler hatte in Unterzahl zum 0:1 (2.) getroffen. Dass die VTV mit einem Mann weniger auf der Platte kurz darauf zwei weitere Tore erzielten (3:3/7.), sprach nicht für das Defensivverhalten der Schwarz-Weißen, die zuweilen die letzte Konsequenz vermissen ließen. „Mit der Abwehrleistung können wir heute nicht zufrieden sein. Am Ende war es dann Michel Fiedler, der uns den Sieg gesichert hat“, stellte TuS-Coach Frank Müller klar.

„Wer am Ende fünf Tore mehr wirft als der Gegner, hat es auch verdient zu gewinnen. Es waren alle Chancen da, hier heute etwas mitzunehmen, aber wir haben sie nicht genutzt“, bedauerte VTV-Co-Trainer Andre Rebholz. Zwei Alleinunterhalter waren aus Sicht der Gäste zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen, denn außer Simon Schleidweiler (9 Tore) und Aaron Schleidweiler (6) war beim Aufsteiger kein Spieler in Torlaune.

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