Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mundenheim kann am Freitag in die Dritte Liga aufsteigen

Nico Klein von den VTV Mundenheim spielte schon einmal mit dem Klub in der Dritten Liga.
Nico Klein von den VTV Mundenheim spielte schon einmal mit dem Klub in der Dritten Liga.

Die Herren der VTV Mundenheim haben am Freitagabend gleich mehrere Spiele in einem. Um 20 Uhr ist der TV Offenbach zu Gast im Schulzentrum. Vier Spieltage vor Rundenende ist es das Spitzenspiel der Handball-Oberliga. Es steckt jedoch weit mehr indem Derby.

Es ist ein Gefühl, wie es in Deutschland vor allem der FC Bayern München kennt, der regelmäßig bereits weit vor dem Saisonende der Konkurrenz so weit enteilt ist, dass der Titel schon in trockenen Tüchern ist. Dabei können auch die Mundenheimer rechnen. Noch ein Punkt fehlt den VTV zur vorzeitigen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die dritte Liga.

Nicht nur deshalb wollen Spieler und Verantwortliche den Abend aber zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. So sind alle Spieler eingeladen, die bei den bisherigen Aufstiegen in Regionalliga und Dritte Liga mit an Bord waren. Erwartet werden nahezu die kompletten Kader aus den Jahren 2002, 2009 und 2016. Und eine Meisterehrung wird es im Schulzentrum auf alle Fälle geben: Die weibliche A-Jugend der JSG Mundenheim/Rheingönheim wird für den Sieg in der Oberliga geehrt.

Nico Klein war als Spieler bei drei Oberligatiteln mit dabei, freut sich ebenfalls auf das Wiedersehen mit den alten Kameraden. Im Mittelpunkt steht aber zunächst einmal die Partie gegen den TV Offenbach. Kein Selbstläufer warnt der 31-Jährige vor dem Tabellendritten. „Das ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit sehr guten Torhütern, einer starken Abwehr und einem insgesamt breiten Kader.“ Ihm ist außerdem noch das Hinspiel in „bester“ Erinnerung, dass die VTV zwar, wie bislang 25 der 26 Saisonspiele, gewannen, aber dabei lange mit bis zu sechs Treffern im Rückstand lagen.

Mundenheim zu Hause ohne Punktverlust

Das soll sich am Freitag möglichst nicht wiederholen. „Wir brennen alle auf dieses Spiel in einer vollen Halle. Wir wollen die Meisterschaft unbedingt fix machen“, kündigte Klein an. Für ihn wäre der Titel etwas ganz Besonderes: „2009 war ich mehr in der Rolle des Ersatzmannes hinter Marcus Forler. Das war 2016 zwar schon anders, aber es wäre unser erster Titel und Aufstieg, den wir mit Harz erreicht hätten.“ Ein Vorwurf, der bei den bisherigen Titeln unausgesprochen immer mitgeschwungen hatte, weil im Schulzentrum lange Jahre ohne Haftmittel gespielt werden musste und die VTV damit einen echten Heimvorteil hatten. Der fiel in dieser Saison weg und trotzdem dominierten sich die VTV durch die gesamte Spielzeit, blieben erneut Zuhause bislang ohne Punktverlust. Und das soll möglichst auch am Freitag so bleiben.

Denn an der Meisterschaft besteht für Nico Klein kein Zweifel. „Wir haben einen extrem breiten Kader, stellen eine starke Deckung, haben ein gutes Torhütergespann und einen extrem guten Zug nach vorne“, zählt er die Vorzüge der Mundenheimer auf. Die wollen die VTV auch gegen Offenbach in die Waagschale werfen und im Anschluss gemeinsam mit den Vorgängern feiern.

In der Oberliga der Damen spielen die VTV Mundenheim am Samstag, 19 Uhr, im Schulzentrum Mundenheim gegen die TG Osthofen und die TSG Friesenheim ist zunächst am Freitag, 20 Uhr, bei der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam zu Gast und spielt dann am Sonntag, 15 Uhr, beim SV 64 Zweibrücken.

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