Ludwigshafen Mozart vor Schiller und Schweitzer

Die Mozart-Grundschule Rheingönheim hat gestern die 38. Auflage des Stadionsportfests für Grund- und Förderschulen im Südwest-Stadion gewonnen. Die besten Einzelleistungen bei den Jungen zeigte Burak Duvan (Schillerschule Oggersheim) und Melissa Denne (Albert-Schweitzer-Grundschule, Süd).
Den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ abschaffen, wie es eine Mutter vor wenigen Wochen in Baden-Württemberg gefordert hat? In Ludwigshafen sicher keine Option. Mit zu viel ansteckender Freude waren die Kinder aus 20 der 24 Grundschulen beim traditionellen Schulsportwettbewerb am Start, absolvierten die geforderten Disziplinen Weitsprung, 50-Meter-Sprint und Ballwurf und freuten sich, wenn sie von ihren Lehrern als beste ihres Jahrgangs für die 800-Meter-Ausdauerläufe ausgewählt wurden. Und alle Kinder freuten sich am Schluss über Urkunden, Medaillen und Preise, die von der Sparkasse Vorderpfalz zur Verfügung gestellt wurden. Die beiden Beauftragten für den Schulsport an den Ludwigshafener Grundschulen strahlten. „Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten hat alles perfekt geklappt“, freuten sich Jörg Streb und Sandra Staat. Und die Anlaufschwierigkeiten hatten nicht sie zu verantworten. „Die Kinder der Lessingschule sind in den falschen Bus gestiegen, der sie zur Jugendverkehrsschule gebracht hat, und ein anderer Bus hatte auf der Herfahrt einen Unfall“, berichtete Staat. Den Kindern sei aber nichts passiert und auch die Staffel der Lessingschule war noch rechtzeitig im Südweststadion eingetroffen, absolvierte drei Disziplinen noch in der Wertungszeit. Den Ehrgeiz der jungen Sportler ausbremsen war für die zahlreichen Helfer und Kampfrichter an den Stationen keine Option. Am erfolgreichsten schlugen sich dabei die Schülerinnen und Schüler der Mozartschule Rheingönheim, die damit den Wanderpokal von Vorjahressieger Albert-Schweitzer-Schule übernahmen, die in diesem Jahr immerhin noch Dritter hinter der Schillerschule Oggersheim wurde. Eine kleine Überraschung: „Die Mozartschule war vor einem Jahr noch Fünfte“, berichtete Staat. Viel Training und vor allem eine geschlossene Leistung und enorme Ausdauer der Staffel brachten vermutlich den Erfolg. Den Beweis dafür lieferten unter anderem Levin Bohn und Mara Hößle über 800 Meter. Beide lagen jeweils vorne. (env)