Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mittelfristig soll’s hoch gehen

Endlich wieder am Ball: Dudenhofen-Schifferstadt (schwarz).
Endlich wieder am Ball: Dudenhofen-Schifferstadt (schwarz).

Sie waren auf dem besten Wege, sich an der Tabellenspitze der Pfalzliga festzusetzen, dann kam aber wegen Corona der Saisonabbruch. Jetzt will die Mannschaft von Trainer David Oetzel wieder angreifen. Dabei spüren sie auch noch die Auswirkungen der Pandemie.

Nach über 18 Monaten ohne Spielpraxis hoffen die Handballer der HSG Dudenhofen-Schifferstadt jetzt einfach nur auf den Neustart. „Auch wenn die Zahlen jetzt wieder steigen, wünschen wir, dass wir alle gesund bleiben und wir wieder gemeinsam Handball spielen können. Ich sehe das aber positiv, dass wir zumindest ohne Zuschauer wieder starten werden“, sagte Trainer David Oetzel.

Seit zwei Monaten befindet er sich mit den „Panthern“ in der Vorbereitung, hat die ersten Testspiele schon bestritten und hofft, dass die Pfalzliga auch im September wieder planmäßig zum Spielbetrieb zurückkehrt. Die lange Spielunterbrechung und das fehlende Mannschaftstraining habe das Team nach wöchentlich neuen Plänen von Oetzel und Fitnesscoach Walter Klein sowie einer speziellen Lauf-Challenge genutzt, um konditionell weiterhin fit zu bleiben.

Die vergangene Saison fiel ganz aus und davor fanden nur zwei Spiele statt. Und da lief es für die „Panther“ ausgezeichnet. Zwei Spiele, zwei Siege. Sie hatten die Tabellenführung übernommen und wollten sich an der Tabellenspitze festsetzen. Vielleicht hätte es gar zum Aufstieg in die Oberliga gereicht. Darüber verliert man keine Gedanken mehr. Der Blick geht in die Zukunft. Der Kader blieb bis auf vier studienbedingte Abgänge zusammen. Bei den Panthern setzt man auf Kontinuität. Bis auf Niclas Böckly befinden sich ausschließlich Eigengewächse der beiden Vereine TV Schifferstadt und TV Dudenhofen in der 18-köpfigen Mannschaft.

„Ich bin froh, dass wir sonst keine personellen Veränderungen haben“, sagte Oetzel. Der 27-Jahre alte angehende Grundschullehrer, der im Januar 2019 seine Trainerlaufbahn bei der HSG begann, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beendet hatte, befindet sich derzeit in der intensiven Phase der Vorbereitung. „Man merkt schon, dass die Pause sehr lange war“, sagte Oetzel.

„Konditionell sind die Jungs fit, aber handballerisch müssen wir noch vieles verbessern. Das dauert eben noch etwas“, meinte Oetzel, der auch seit zwei Wochen auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Die ersten beiden Testspiele gegen die HSG Worms und gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II gingen verloren.

Aber das möchte Oetzel nicht überbewerten. „Wir wissen jetzt, wo wir stehen und was wir verbessern können.“ Der C-Trainer-Lizenzinhaber ist überzeugt, dass sich seine Mannschaft bis zum Saisonstart noch steigern wird. Er bleibt auch in Sachen Saisonziele bescheiden. „Ich habe nichts dagegen, wenn wir in der kommenden Saison die Großen ärgern. Aber die Meisterschaft ist noch nicht unser Ziel“, meinte Oetzel.

Dabei macht er, der auch seine Jugend bei der TSG Friesenheim erlebte, kein Geheimnis daraus, dass mittelfristig der Aufstieg ein Ziel sei. Im kommenden Jahr sieht er das HLZ Friesenheim-Hochdorf II, die SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam und den TSV Iggelheim im Kreis der Aufstiegsanwärter. Er ist einfach nur froh, dass der Trainingsbetrieb derzeit reibungslos über die Bühne geht.

Das hat einen besonderen Grund: Da die neue Kreissporthalle in Schifferstadt derzeit als Impfzentrum genutzt wird, steht diese für den Trainingsbetrieb nicht zur Verfügung, weshalb er in die Sportstätten wie die Wilfried-Dietrich-Halle und in die alte Kreissporthalle in Schifferstadt ausweichen muss. Doch genutzte Hallen stehen in Kürze auch vor der geplanten Sanierung.

Das hat zur Folge, dass sich der gelernte Rückraumspieler jeden Tag zumindest mit einigen Spielern zum Athletiktraining in Kleingruppen trifft. „Der Aufwand ist für mich als Trainer jetzt einfach etwas höher, aber wir sind einfach nur froh, dass wir wieder trainieren können“, bringt es Oetzel auf den Punkt.

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