Ludwigshafen Mit blutjunger Mannschaft die Großen ärgern
«LUDWIGSHAFEN.»Bei den VTV Mundenheim ist fast alles neu. Das neue Trainergespann Andreas Reckenthäler und Florian Treiber muss acht neue Spieler in den Oberliga-Kader einbinden. Mit Sascha Hanke, Matthias Scheuerer und Treiber selbst fallen jahrelange Stützen der Mannschaft weg. Insgesamt acht Spieler der Vorsaison gilt es zu ersetzen. Die Mundenheimer stehen also vor einem Neubeginn.
„Wir haben eine hochtalentierte Mannschaft, aber wir brauchen Zeit und Geduld“, erklärt Reckenthäler und verweist auf das Durchschnittsalter seiner Mannschaft: „Im Kern sind wir zwischen 19 und 21 Jahre alt.“ Lediglich Nico Klein, Marco Binnes und Daniel Arentz drücken den Schnitt nach oben – und natürlich der verletzte Timo Naas. Eines der Probleme, die das Mundenheimer Trainerteam umtreiben: „Mit Dominik Hopp und Timo Naas haben wir zwei echte Kanten für den Mittelblock. Leider sind beide langzeitverletzt und fehlen uns noch mindestens bis Januar“, bedauert Reckenthäler. Für Nervosität bestehe dennoch kein Grund. „Vorne sehe ich, hinter dem klaren Favoriten Hochdorf, Illtal, Budenheim und Zweibrücken. Diese Großen wollen wir ärgern“, nennt er die Zielvorgabe im „Findungsjahr“. Der ein oder andere Ausreißer nach oben sei dabei nicht ausgeschlossen, „aber es kann genauso gut sein, dass wir gegen Teams von unten verlieren.“ Das gehöre eben zum Wesen einer so jungen Mannschaft. Wichtig sei es deshalb, von Anfang an den Druck vom Team zu nehmen. „Es macht Spaß, mit jungen Spielern zu arbeiten“, sagt der Trainer, dessen Heimatverein der HV Vallendar ist, der aber „die Mundenheimer Werte“ vermitteln und Tempohandball aus einer aggressiven Abwehr spielen lassen will. Vor allem in der Deckung liege der Schlüssel. „Ich habe oft gegen eine VTV-Abwehr gespielt und weiß, wie weh das tun kann“, sagt er schmunzelnd. Nach und nach soll das Schulzentrum zur Festung werden. „Die Jungs identifizieren sich mit dem Verein und werden sich vor eigenem Publikum zerreißen“, kündigt er an. Das Auftaktprogramm werde dabei die Richtung vorgeben. Mit den Auswärtsspielen in Zweibrücken und bei Ex-Trainer Marco Tremmel in Worms sowie dem Heimspiel gegen Vallendar stehen die VTV vor kernigen Aufgaben. Reckenthäler geht sie optimistisch an: „Wir haben noch viel Arbeit bis zum 2. September, aber wir werden die Zeit nutzen und wollen uns entwickeln.“ Vor allem auf der Abwehrarbeit liegt sein Trainingsschwerpunkt – Kernstück der Mundenheimer Handball-Philosophie. Wechselübersicht Zugänge: Moritz Leonhardt und Paul Schutzius (beide A-Jugend HSG Dudenhofen/Schifferstadt), Aaron Schleidweiler, Timo Naas, Jannik Kunz, Daniel Thilmann (alle TSG Friesenheim II), David Oetzel (SV 64 Zweibrücken), Leonnard Pfeil (A-Jugend TSG Friesenheim). Abgänge: Sascha Hanke, Matthias Scheuerer, Steffen Dietz (alle Laufbahn beendet), Florian Treiber (Co-Trainer), Lukas Klein (TV Offenbach), Lars Hannes (TSG Haßloch), Rouven Hahn (HSG Eckbachtal), Julian Doppler (TV Friedrichsfeld).