Handball RHEINPFALZ Plus Artikel mHSG Friesenheim/Hochdorf II verschläft zweimal die Anfangsphasen

Glanzparade: Torwart Roko Peribonio meistert den Wurf des Dansenbergers Rebelo Magalhaes.
Glanzparade: Torwart Roko Peribonio meistert den Wurf des Dansenbergers Rebelo Magalhaes.

Im ersten Drittliga-Heimspiel nach genau 315 Tagen hat die mHSG Friesenheim/Hochdorf II gegen den TuS 04 KL-Dansenberg mit 23:29 (10:13) verloren. Es war ein verdienter Derbysieg der Gäste. Die Gastgeber offenbarten zum Saisonstart aber noch einige Baustellen.

„Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offenhalten“, verriet Torhüter Leon Hoblaj die Marschroute der Gastgeber. Eine Vorgabe, die nur in Ansätzen funktioniert hatte. Der 22-Jährige kannte auch den Grund dafür: „Wir haben in beiden Hälften die Anfangsphase verschlafen.“

Steigerung bis zum 9:9

Tatsächlich wären viele Anhänger der Gastgeber nach fünf Minuten wahrscheinlich am liebsten wieder nach Hause, oder zumindest an die Getränkestände vor der Halle gegangen. Ohne Zugriff in der Abwehr, ohne Konzentration im Angriff, ohne Einstellung starrte die gesamte Spielgemeinschaft wie das Kaninchen vor der Schlange. Da half auch eine frühe Auszeit von Trainer Björn Friedrich nach rund dreieinhalb Minuten wenig. Beim 1:6 (7.) zu Gunsten der Gäste deutete aus Sicht der Gastgeber alles auf eine bittere Lehrstunde für die Hochdorf/Friesenheimer-Kombination hin. Und dann fasste sich auch noch Marvin Gerdon nach knapp zehn Minuten an den ohnehin lädierten Oberschenkel, konnte seiner Mannschaft von draußen kaum noch helfen.

Und trotzdem wurde es langsam besser. Die Abwehr um den Mittelblock mit Nikola Sorda und Manel Cirac packte nun endlich zu, und auch Torhüter Roko Peribonio steigerte sich fast von Angriff zu Angriff, kam bis zum Ende der Hälfte auf sechs Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter gegen Fabian Serwinski (11.) und ein parierter Gegenstoß von Rebelo Magalhaes (14.). Kleine, aber wichtige Bausteine, dass die Partie zehn Minuten vor der Pause ein wenig auf der Kippe stand. Stefan Corazolla traf zum 9:9-Ausgleich (23.) und hätte der Partie in den folgenden Minuten mit dem Führungstreffer auch eine ganz neue Dynamik geben können, scheiterte aber zwei Mal an Henning Huber im Gästetor.

Vorsprung verwaltet

Stattdessen legten nun die ambitionierteren Dansenberger wieder vor und hatten insgesamt im Angriff einfach die schärferen Waffen. Der Ex- Hochdorfer Torben Waldgenbach (2) und Robin Egelhof schossen bis zur Pause wieder eine etwas beruhigendere Drei-Tore-Führung heraus. Und diesen Vorsprung verwalteten die Gäste im zweiten Durchgang geschickt, bauten ihn nach dem Seitenwechsel auf stabile sechs Tore aus, und es war alleine Peribonio zu verdanken, dass der Rückstand nicht sogar noch auf zehn Tore anwuchs.

„Wir haben die kleinen Fehler bestraft, standen im Innenblock stabil gegen den Kreis und waren in Unterzahl geduldig. Außerdem haben wir über den Gegenstoß zehn einfache Tore gemacht. So etwas hilft auswärts natürlich immer“, bilanzierte Dansenbergs Trainer Kai Christmann, der den insgesamt ungefährdeten Sieg seiner Mannschaft zufrieden registrierte.

So spielten sie

mHSG Friesenheim/Hochdorf II: Peribonio, Hoblaj (ab 53.), Schwenken - Gerdon (2), Lenz (1), Eisel (4/2) - Novo (1), Pfeil (4/2) - Sorda (3) - Kernaja (3/1), Corazolla (6), Winkler, Jan Waldgenbach (1), Cirac, Dietz

TuS 04 KL-Dansenberg: Huber, Klier (ab 38.) - Magalhaes (1), Rose (6/1), Claussen (4) - Serwinski (6/2), Schwenzer (1) - Bösing (1) - Kiefer, Guden (1), Dettinger (1), Torben Waldgenbach (5), Egelhof (1), Röller (1)

Spielfilm: 1:6 (7.), 9:9 (23.), 10:13 Hz., 12:14 (32.), 14:20 (42.), 23:29 Ende - Zeitstrafen: 5:8 - Siebenmeter: 9/6 - 4/3 - Beste Spieler: Peribonio, Sorda, Cirac - Torben Waldgenbach, Rose - Zuschauer: 226 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Engeln/Schmitz (Niederrhein).

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