Ludwigshafen Meyer hat Platz zwei noch nicht abgeschrieben

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MAXDORF/MUTTERSTADT. Fußball-Bezirksligist ASV Maxdorf hat wie in der Vorsaison aus den ersten 18 Partien 35 Punkte geholt und ist Dritter. Der Rückstand auf Rang zwei, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, beträgt fünf Punkte. Die FG 08 Mutterstadt belegt Rang 13 und ist akut abstiegsbedroht.

„Wir geben nicht auf, das ist noch lange nicht entschieden“, gibt sich ASV-Trainer Oliver Meyer kämpferisch. Das Manko der Maxdorfer ist die miserable Bilanz gegen die Mitkonkurrenten. Gegen den BSC Oppau, den SV 1911 Bad Dürkheim und den TuS Schaidt holte der ASV aus vier Spielen nur einen Punkt und schoss ein Tor. „Es hat etwas gedauert, bis sich die Mannschaft gefunden hat“, sagt Meyer. Darüber kann auch der gute Start mit zwei klaren Siegen nicht hinwegtäuschen, denn es folgten in Oppau (0:3), gegen Schaidt (0:2) und in Mutterstadt (3:4) drei Niederlagen in Folge. Der ASV stürzte vom ersten auf den zehnten Platz ab. „Daran hatten wir zu knabbern und mussten uns mühsam wieder herankämpfen“, verdeutlichte der Übungsleiter. Zwar gab es Anfang Oktober noch einen Rückschlag in Form einer 0:3-Pleite in Schifferstadt, doch danach blieb Maxdorf sieben Partien unbesiegt. Erst im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Angstgegner BSC Oppau (0:1) wurde der ASV wieder geschlagen. „Wir müssten besser dastehen, weil wir in einigen Spielen Punkte regelrecht verschenkt haben“, moniert Meyer. Dabei denkt er an die Partien gegen Schaidt, in Mutterstadt und vor allem zu Hause gegen Gommersheim, als es trotz drückender Überlegenheit und zahlreicher Chancen nur zu einem mageren 0:0 reichte. Doch der Trainer hat auch positive Erkenntnisse gewonnen: „Defensiv sind wir stabiler geworden und wir haben die meisten Tore geschossen.“ Das liege auch daran, dass der ASV viele torgefährliche Spieler in seinen Reihen habe und für die vier Offensivpositionen im stets praktizierten 4-2-3-1-System sechs starke Akteure zur Verfügung stünden. Thomas Däuwel (15), Timo Gehrlein (8), Christian Jesberger (7) und Zugang Christopher Weiß (5) erzielten zusammen 35 der 45 Treffer. „Der große Kader ist Gold wert“, betont Meyer, der Ausfälle gut kompensieren kann. Von den 21 eingesetzten Akteuren waren nur Rückkehrer Patrick Hilzendegen und Jesberger in allen Partien dabei. 17 Spiele absolvierten Gehrlein und Torwart Dennis Pfeiffer, der sich mit guten Leistungen zur unumstrittenen Nummer eins aufgeschwungen hat. Königstransfer Thomas Gomola kam auf 16 Partien. „Bei einigen Spielern ist noch Luft nach oben, deshalb habe ich Rang zwei noch nichts abgeschrieben, zumal wir Bad Dürkheim noch zu Hause haben“, blickt der Coach nach vorne. „Keine Frage, wir sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, redet Frank Ritzhaupt, der Coach der FG 08 Mutterstadt, nicht lange um den heißen Brei herum. Vor der Saison sah es gut aus. Die Mutterstadter hatten ihren Kader deutlich verstärkt und verbreitert, fast jede Position schien doppelt besetzt. Eine Wiederholung des achten Platzes aus der Runde zuvor schien machbar. Die ersten zehn Partien liefen passabel. Die FG hatte nur zweimal verloren und mit Siegen gegen Maxdorf (4:3) und in Eppstein (1:0) aufhorchen lassen. „Schon damals hatten wir mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Das hat sich noch gesteigert“, klagt Ritzhaupt. Auf acht Langzeitverletzte musste der Coach verzichten. Hinzu kamen kleinere Blessuren und sonstige Ausfälle. „Qualitativ haben wir das nicht auffangen können und deshalb ging die Formkurve nach unten“, hat der Trainer festgestellt. Weil auch das Reserveteam auf dem Zahnfleisch ging, griffen die Mutterstadter auf A-Junioren zurück. „Die vier Jungs haben sich gut präsentiert, müssen sich aber erst an den schnelleren und robusteren Männerfußball in der Bezirksliga gewöhnen“, weiß Ritzhaupt. Aus den letzten acht Partien vor Weihnachten holte die FG nur noch zwei Zähler. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge, ohne dass Mutterstadt dabei ein Treffer gelungen wäre. Die personelle Misere lässt sich in Zahlen fassen. 29 Akteure sind bislang zum Einsatz gekommen, nur Trainersohn Robin Ritzhaupt und Rückkehrer Jan Schneider waren in allen 18 Partien dabei. Auf 16 Einsätze kam Allrounder Thomas Nebel. Alle anderen haben mindestens dreimal gefehlt. Mehr als zwei Tore erzielten nur Jan Schneider (6), Kai Ringelspacher (5) und Marco Reithermann (4). „Die Winterpause tut uns gut. Ich hoffe, dass möglichst viele Verletzte zurückkehren. Dann wird auch unsere Leistung wieder besser“, ist Ritzhaupt überzeugt. Derzeit rangieren die Mutterstadter punktgleich mit dem SV Gommersheim und dem VTG Queichhambach auf Rang 13. Möglichweise steigen vier Teams ab. Um drin zu bleiben, sind wohl mindestens 15 Punkte aus den verbleibenden zwölf Spielen nötig. Ihr Ziel haben die Mutterstadter modifiziert: Es zählt nur noch der Klassenverbleib. (thl)

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