Ludwigshafen Melm: 20 barrierefreie Wohnungen für Senioren

Im Neubaugebiet Melm ist gestern der erste Spatenstich für das Wohnhaus für „Integriertes Betreutes Wohnen“ erfolgt. Ein Privatunternehmen investiert rund vier Millionen Euro am Albert-Haueisen-Ring, wo 20 barrierefreie Wohnungen für Senioren entstehen. Die pflegerische Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK).
Schätzungen des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz zufolge werden im Jahr 2060 rund 16.700 Senioren im Alter von über 80 Jahren in Ludwigshafen wohnen. Das sind fast doppelt so viele Menschen in dieser Altersgruppe wie noch vor vier Jahren. Mit Blick auf diese demografische Entwicklung erweitert der DRK-Kreisverband Vorderpfalz sein Leistungsspektrum um eine weitere Betreuungseinrichtung. Nach langer Planung erfolgte gestern der Startschuss zum Baubeginn des Wohnhauses für das „Integrierte Betreute Wohnen“ in direkter Anbindung an das DRK-Pflegeheim „In der Melm“. Am Albert-Haueisen-Ring 26 sollen 20 Wohnungen entstehen, die den Ansprüchen von Senioren gerecht werden. Dabei profitieren die zukünftigen Bewohner von der unmittelbaren Nähe zum bestehenden Pflegeheim: Sie können die dortigen Angebote wie den Wäscheservice oder Reinigungsdienst nutzen, bleiben aber weiterhin selbstständig. „Mit dem Konzept des Integrierten Betreuten Wohnens bieten wir einen idealen Rahmen für ein würdevolles Altern und erweitern unser Leistungsspektrum um einen weiteren Baustein“, erklärt Jürgen Stephan, Leiter des DRK-Pflegeheims. Auch Bauherr Oliver Brix von der Firma B&X hebt die Vorzüge hervor: „Das Wohnprojekt schafft ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben – auch im Fall der Pflegebedürftigkeit.“ Wenn zur geplanten Fertigstellung in etwa einem Jahr die Möbelwagen vorfahren, wird Elfriede Dahlinger als eine der ersten Bewohnerinnen in den Neubau einziehen. Die 84-jährige Dame lebt derzeit noch in Mannheim und möchte in die Nähe ihrer Kinder ziehen, die unweit der Einrichtung im Oggersheimer Neubaugebiet Melm wohnen. „Ich habe selbst Probleme mit meinen Eltern gehabt, als diese nicht mehr alleine leben konnten“, schildert Elfriede Dahlinger die Beweggründe, weshalb sie sich für diese Altersunterkunft entschieden hat. „Meinen Kindern möchte ich es daher nicht so schwer machen“, betont die Seniorin. (jste)