Ludwigshafen „Mehrere Abwehrsysteme gehören zum Programm“
«SCHIFFERSTADT.» Von heute bis Sonntag richtet der Pfälzische Handballverband (PfHV) in der Sportschule des Landessportbundes in Schifferstadt ein Trainersymposium mit einer Reihe von hochkarätigen National- und Bundesliga-Trainern zum Thema „Motivation und Innovation“ aus. Einer der Referenten ist Sebastian Hinze, der als Trainer mit dem Bergischen HC nach dem Aufstieg den siebten Platz belegt hat.
Nicht schwerer als jede andere Niederlage. Wir haben den Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit mit unserem eingeschränktem Personal nicht bis zum Ende halten können. Aber auch aus diesem Spiel haben wir die richtigen Lehren gezogen und es drei Tage später deutlich besser gemacht. Ist es ein Ziel des BHC, sich für die europäischen Wettbewerbe zu qualifizieren? Nein, wir setzen uns grundsätzlich realistische Ziele. Während Ihre Spieler Urlaub machen, widmen Sie sich der Trainer-Fortbildung. Wie kamen ihre Kontakte zum PfHV zustande? Über Marcel Trinks, den ehemaligen Trainer der Landesauswahl, mit dem ich den A-Lizenz-Lehrgang in den Jahren 2011/2012 belegt habe. Ihr Thema wird in zwei Vorträgen „6:0-Abwehr, mit Variationen des Innenblocks und der Außenverteidiger“ sowie „Variation in den Übergang LA/RA gegen eine defensive Abwehr“ sein. Worum geht es konkret? Um verschiedene Varianten im System einer 6:0-Abwehr und das daraus resultierenden Verhalten der benachbarten Verteidigerpositionen. Im Offensiv-Thema geht es vor allem darum, stereotype Übergänge der Außenposition aufzulösen und kreativ wie gegnerorientiert zu handeln. Sie gelten als Freund defensiver Abwehrreihen. Viele Kollegen gehen häufig auf eine 5:1- oder eine 3:2:1-Abwehrreihe über. Was setzt sich durch? Auch wir spielen gerne mit einer 5:1-Abwehr. Mehrere Abwehrsysteme oder Systemwechsel gehören mittlerweile bei jedem Spitzenteam zum Programm. Sie sind gelernter Kreisläufer, aber keiner, der mit über zwei Metern und 125 Kilogramm auf den Rippen sich durchzusetzen wusste. Ist es heute unbedingt notwendig, auf große und schwere Typen am Kreis zu setzen? Notwendig nicht, aber es kann von Vorteil sein. Erwarten Sie in Schifferstadt von den anderen Trainer auch einen Ansatz für Ihre tägliche Arbeit? Natürlich. Ich freue mich über viele neue Kontakte mit Kollegen.