Ludwigshafen
Mehr Badegäste an der Blies
Hintergrund: Wegen der Corona-Auflagen konnten in der vergangenen Badesaison nur noch Mitglieder des Fördervereins das beliebte Freibad an der Großen Blies besuchen, das aus versicherungsrechtlichen Gründen nur noch als Badestelle gilt. Die Zugangsbeschränkung ließ die Nachfrage nach Mitgliedschaften derart in die Höhe schnellen, dass der Verein einen Aufnahmestopp verhängen musste.
Die Mitgliedschaft ist weiterhin begehrt, wie eine Aktion des Vereins am Wochenende zeigte. Eine nur in den sozialen Netzwerken gemachte Ankündigung, dass der Verein neue Mitglieder aufnimmt, erzielte große Wirkung. Wegen Corona wurden die Mitgliederanträge im Freien vor Ort ausgegeben. Am Samstag bildete sich eine bis zu 150 Meter lange Schlange. In nur drei Stunden wurden 288 Anträge ausgegeben.
Auflagen für Badebetrieb
Der Verein rechnet damit, dass die Corona-Auflagen den Badbetrieb weiterhin bestimmen werden. In der abgelaufenen Saison konnten insgesamt 550 Mitglieder die 12.000 Quadratmeter große Liegewiese und den See nutzen. Die maximale Anzahl von Badegästen betrug rund 300 an einem Sommertag. „Unser Konzept hat super funktioniert“, bilanziert Vorsitzender Beringer. Deswegen ist der Verein davon überzeugt, dass er die Abstands- und Hygieneregeln auch einhalten kann, wenn er nun weitere Mitglieder aufnimmt. Laut Beringer liegt das Limit für die Besucheranzahl bei 750 Menschen. Deswegen könne die Mitgliederzahl des Fördervereins auf 1000 erhöht werden.
Der Termin der Baderöffnung sei noch offen. Aller Voraussicht nach werden das Kinderschwimmbecken und die Rutsche wieder nicht in Betrieb gehen können. Zusätzliches Aufsichtspersonal zur Einhaltung der Abstandsregelung kann sich der Verein nicht leisten. „Unsere Kontaktverfolgung ist vorbildlich organisiert“, sagt Beringer. Eine IT-Lösung bei der Anmeldung der Badegäste sei aus finanziellen und personellen Gründen für den Verein nicht stemmbar. Durch die Unterstützung aus dem Corona-Hilfsfonds für Ludwigshafener Vereine konnten die Verluste für den Verein auf 20.000 Euro begrenzt werden. Dafür musste allerdings an Rücklagen gegangen werden, die eigentlich für Sanierungen des Bads eingeplant waren. Nun könnten lediglich zwingende Reparaturen vorgenommen werden, sagt Beringer.