Vorderpfalz Mehr Arbeitslose im August
Die aktuellen Zahlen: In der Stadt Ludwigshafen waren im August 8110 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 88 mehr als im Vormonat und 765 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote in der Stadt stieg im Vergleich zum Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent, bleibt aber weiterhin höher als im Bundesdurchschnitt (5,4 Prozent). Im Rhein-Pfalz-Kreis sind im August 3578 Arbeitslose (Quote: 4,1 Prozent) registriert worden. In Mannheim waren es 13.204 Menschen (7,5 Prozent), in Speyer 2893 (5,0 Prozent) und in Frankenthal 2306 (6,1) Prozent.
Wer Arbeit sucht: Die zahlenmäßig größte Gruppe bleiben über 50-Jährige und Menschen, die schon länger keinen Job haben. In dieser Gruppe gibt es viele, die keine qualifizierte Ausbildung haben. Der Anteil dieser Menschen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen beträgt etwas mehr als ein Drittel. Die Unter-25-Jährigen, die nach ihrer Ausbildung nicht übernommen wurden, haben einen Anteil von 9,5 Prozentpunkten an der Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Vorderpfalz.
Wie der Stellenmarkt aussieht: 816 Jobmöglichkeiten wurden von Arbeitgebern in der Vorderpfalz gemeldet, 81 mehr als im Vormonat. Der Bestand umfasst aktuell 4107 Stellen. „Nicht nur auf dem Arbeitsmarkt bestehen aktuell gute Chancen, einen Job zu finden, sondern auch der Ausbildungsmarkt ist noch aufnahmefähig. Daher rate ich allen Jugendlichen, die noch nicht wissen, wie es nach der Schule weitergeht, sich mit unserer Berufsberatung in Verbindung zusetzen, um die Möglichkeiten auszuloten“, meint Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.
Von den 2617 seit Oktober gemeldeten Ausbildungsplätzen seien noch 738 unbesetzt. Diesen stehen 544 Jugendliche gegenüber, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. Wer erfolgreich eine Ausbildung absolviert habe, könne schnell wieder Fuß in der Arbeitswelt fassen, ist sich Lips sicher.
Wie’s in der Region aussieht: „Derzeit legen wir den Fokus auf jugendliche Arbeitslose unter 25 Jahren, die sich nach der abgeschlossenen Ausbildung in den vergangenen beiden Monaten verstärkt arbeitslos gemeldet haben, da sie in ihren Betrieben keine Anschlussbeschäftigung erhielten. Ziel ist es, einen schnellen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden, denn der Personalbedarf in den Betrieben ist enorm“, erklärt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Speyer.
Die Urlaubszeit habe sich im August bemerkbar gemacht. Bis auf den üblichen Anstieg aufgrund der abgeschlossenen Ausbildungen gab es keine besonderen Entwicklungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Es bestünden nach wie vor gute Chancen, einen Job zu finden. „Sollten dafür nötige Qualifikationen fehlen, gibt es die Möglichkeit, unsere Förder- und Unterstützungsangebote zu nutzen“, erinnert Steffen Böttcher, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Frankenthal.