Ludwigshafen Mehr als nur ein Sieg

Viertelfinale und Bundesliga: der Jubel bei den B-Junioren des TV Hochdorf nach Abpfiff war groß.
Viertelfinale und Bundesliga: der Jubel bei den B-Junioren des TV Hochdorf nach Abpfiff war groß.

«HOCHDORF-ASSENHEIM.» Um 19:12 Uhr gab es kein Halten mehr. Die Jungbiber lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen und feierten ausgelassen den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Die Fans im voll besetzten TVH-Sportzentrum standen auf den Rängen und applaudierten zum bisher größten Erfolg im Nachwuchshandball. Schon am kommenden Sonntag (16 Uhr) empfängt die Mannschaft des Trainer-Duos Nik Dreyer und Björn Friedrich im Viertelfinale SC DHfK Leipzig. Auch Jugend-Bundestrainer Karsten Klavehn (Leutershausen), der gemeinsam mit seinem U 21-Kollegen Martin Heuberger (Schutterwald) die Partie sah, zeigte großen Respekt. „Da war heute Druck auf dem Kessel. Kämpferisch war das ein großes Spiel, denn es ging für beide Mannschaften um den Einzug ins Viertelfinale und zur A-Jugend-Bundesliga. Ganz toll auch die Atmosphäre“, sagte Klavehn. Dreh- und Angelpunkt bei den Jungbiber war Jan-Philipp Winkler. Trotz der Manndeckung durch Timo Reuter war der 16 Jahre alte Spielmacher nicht zu bremsen. Mann gegen Mann setzte er sich immer wieder durch. Wenn er zum Wurf kam, landete der Ball stets im Netz. Dazu hatte er ein Auge für seine Mitspieler. „Wir wollten heute den Sieg mehr. Und wir geben auch nie auf“, sagte Winkler am Ende völlig außer Atem. Dabei kam Hochdorf in der erste Hälfte nicht so wie erhofft zum Zug. Es fehlte der letzte Biss in der Abwehr. Dazu ließ die Chancenverwertung etwas zu wünschen übrig. Zumindest stimmte trotz des Rückstandes in der ersten Hälfte im Hexenkessel von Hochdorf die Leidenschaft und der Wille. „Wir sind zwar drangeblieben, haben aber immer wieder im Gegenzug ein Tor bekommen“, haderte Trainer Björn Friedrich. Er und Nik Dreyer hatten er in der Pause genügend Gesprächsbedarf mit dem Team. Ihre Worte stießen keinesfalls auf taube Ohren. In der zweiten Hälfte wirkte Hochdorf in der Abwehr aktiver, die Jungbiber steuerten mit zunehmender Spieldauer das Tempo im Spiel. Genau diesen Impuls hatte sich das Trainer-Duo erhofft. Wesentlichen Anteil daran hatte Pierre Bechtloff zwischen den Pfosten. Mit acht Paraden brachte er die Gäste zur Verzweiflung. Ganz stark: Jens Seithel, der in den äußerst variablen Abwehrreihen der Gäste immer wieder die Lücke fand. Gemeinsam mit dem hochgewachsenen Luis Maier sicherte er seinem Team nicht nur den Einzug ins DM-Viertelfinale, sondern auch die direkte Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga. Da kannte die Freude nach Abpfiff keine Grenzen ... So spielten sie TV Hochdorf: Bechtloff, Rummel - Jagenow, Winkler (6), Maier (8) - Manger, Obenauer (2) - Prahst (4) - Wieland (2/1), Seithel (6), Kaltz, Dotterweich (2), Hoffmann, Streuber. Spielfilm: 3:3 (6.), 4:5 (9.), 7:9 (16.), 10:10 (19.), 11:13 (22.), 13:15 (25.), 15:17 (28.), 18:18 (32.), 22:19 (37.), 23:20 (40.), 24:23 (45.), 28:24 (47.) - Zeitstrafen: 4/2 - Siebenmeter: 1/1 - 2/1 - Beste Spieler: Winkler, Seithel, Bechtloff - Horn, Meyer, Kraft - Zuschauer: 610 - Schiedsrichter: Müller/Seeger (Dettingen).

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